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Konzert Review: Metal Night 19 / Neuss HDJ

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Veröffentlicht am Donnerstag 04 Dezember 2008 22:40:04 von madrebel
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Metalnight 19 / Neuss HDJ 15.11.08

Die letzte Metalnight des Jahres 2008 fand am heutigen Abend statt und wieder einmal hatte die Orga des mittlerweile lang und fest etablierten, und einem der wichtigsten Undergroundmetalevents der Region keine Mühen gescheut, ein fettes Programm auf die Beine zu stellen, was bei der großen Konkurrenz und der immer unübersichtlicheren Bandflut immer problematischer wird. Aber man hat die Aufgabe wie immer bravourös gemeistert. Traurig allerdings, dass nur ein wenig mehr als 100 Besucher diese Mühen zu würdigen wussten. Selbige wurden aber mit einem Haufen Bands belohnt, die alle eine Klasse für sich waren.
Der Abend begann mit den Mönchengladbachern „Demise Empire“, die einen recht angenehmen Mix aus Black und Death Metal spielten. Die Truppe kam sehr gut an und wirkte in jeder Hinsicht souverän und professionell und machte sehr gute Stimmung. Ein sehr guter Opener und eine Band, die man sich definitiv mal anschauen sollte.
Um die Jungs von „Abyssaria“ ist es ja in den letzten Jahren recht ruhig geworden und so war es doch angenehm, die Jungs endlich mal wieder nach so langer Zeit live zu sehen. Und die mangelnde Livepräsenz schien die Jungs echt hungrig gemacht zu haben. Anders ließ sich der extrem energiegeladene Auftritt der Neusser nicht erklären. Zu keiner Sekunde hatte man das Gefühl, das die Truppe einen 08/15 Gig hinlegen wollte. Im Gegenteil. Von der ersten bis zur letzten Minute rockte man sich durch einen eindrucksvollen Gig und besonders Fronter „Mephir“ verausgabte sich total. Ein sehr beeindruckender und charismatischer Sänger, dessen Aura man sich nicht entziehen konnte. Und die Songs kamen durch die Bank gut an. 
Eines ist jedenfalls sicher, die Jungs haben wieder Blut geleckt und man dürfte diese großartige Band in Kürze wieder öfters zu sehen bekommen.
Nun gab es aber nach einer Dreiviertelstunde Düsternis so richtig auf die Fresse. „Warfield Within“ aus Mönchengladbach ließen keinen Stein auf den anderen und knüppelten mit ihrem Mix aus Thrash, Death und Hardcore so einiges weg. Der Auftritt hatte Power ohne Ende und sorgte für kleine Moshpits und ein paar Diver, wo mich persönlich das kleine, vielleicht achtjährige Mädchen am meisten beeindruckte, die am abgehen und surfen war, wie eine alterfahrene. Wenn man solchen Nachwuchs hat, braucht man sich keine Sorgen machen. Die Band hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß am Gig und die Besucher honorierten dieses auch.
Definitiv eine Band, die live ihren Reiz entfaltet.
Die Niederländer „Outburst“ sind ja auch schon was länger im Geschäft und konnten sich schon diverse Fans im Underground erspielen. Und auch heute zeigten die alten Grachtenschiffer wieder, warum dem so war. Spielfreude, geile Songs, ein sympathisches auftreten. Dazu ein paar geile Songs und fertig ist die Gartenlaube. Was wollte man mehr? So zockte man sich souverän durch einen grundsoliden Gig, der Laune machte. Nun, die Jungs sind ja auch schon zehn Jahre aktiv und man hat in der zeit mit einigen bekannten Bands der Szene die Bühne geteilt. Wenn man sich die Homepage der Niederländer anschaut, ist man wahrlich beeindruckt. Und diese Erfahrung spürte man en Jungs auch an. Nun, was soll man noch sagen? Die Band legte schlicht und einfach einen geilen Gig auf die Bretter, der Spaß machte.
Nun wurde es aber etwas historisch. „Scanner“ sind dem einen oder anderen älteren Semester der Szene durchaus bekannt, hatte man in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern einige interessante Alben herausgebracht. Irgendwann wurde es ruhig um die Jungs, aber weg war man eigentlich nie, auch wenn das letzte Album der Band aus dem Jahr 2000 stammt. So verwunderte es dann, dass doch so einige den Weg gefunden hatten, um die Powermetaller aus dem Ruhrgebiet zu sehen und man wurde nicht enttäuscht. Die langen Jahre haben eben viel Erfahrung hinterlassen und so konnte man insbesondere die nicht mehr so zahlreichen Gäste mit einem mitreißenden Gig unterhalten.. Man wähnte sich in einer Zeitmaschine und dachte, man würde die alten Zeiten noch mal im Schnelldurchlauf durchleben. Und die Jungs hatten es echt drauf. Schöner klassischer teutonischer Power Metal, der richtig viel Spaß machte und einen sehr positiven Eindruck hinterließ. Natürlich war auch viel Klischee im Spiel, aber mal ehrlich. So was möchte man doch sehen. So ernteten die Jungs völlig zu Recht viel Applaus und beendeten einen leider viel zum durchschnittlich besuchten Konzertabend.
Dennoch, die Anfahrt hat sich gelohnt und auch für die Zukunft kann man mit weiteren Veranstaltungen der Metal Night rechnen. Steht doch das zwanzigste Jubiläum im Frühjahr an, welches zweitägig gefeiert wird. Und da kommt echt was Gutes auf uns zu.
Hoffen wir da auf wieder bessere Besucherzahlen, denn die Arbeit der Orga dieses Festivals hat es einfach verdient.
Bis zum nächsten Mal.

Kommentare zu diesem Artikel
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MN19
schön lebendig geschrieben. man bekommt das gefühl mitten im geschehen zu sein. metal on
MN19
Das so wenig Leute gekommen sind könnte evtl daran liegen, dass Bands aus dem Genre Power, Black/Death usw sehr häufig auf Festivals zu finden sind. Ich glaube auch auf diesem sind außer The Hellboys in den letzten Jahren keine Bands aus anderen Bereichen aufgetreten. So etwas z.B. auf dem Summer Breeze auch gut, zwischen den ganz Harten Jungs auch mal 'ne Rock'n'Roll oder Hard rock Kombo spielen zu lassen. Vor allem treten die meisten live richtig in den Arsch.