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Konzert Review: Ghost Bochum

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Veröffentlicht am Dienstag 02 April 2019 18:53:10 von madrebel
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Ghost – Candlemass Bochum Ruhrcongress Centrum 15.02.2019 Es ist Freitagabend und es reisten ca.4000 Konzertgäste in das Bochumer Ruhrcongresscentrum, welches nur einen Steinwurf vom Ruhrstadion entfernt ist, in welchem der altehrwürdige Bochumer VFL seine Heimspiele absolviert. Doch hier geht es heute nicht um die schönste Nebensache der Welt, sondern eine der derzeit interessantesten Bands lud zum Konzert und dieses sollte ein fantastischer Abend werden. Dieser begann pünktlich um 19.30 mit den legendären Doomstern von Candlemass, die persönlich von Ghost als Support für diese Tour eingeladen wurden. Und diese wahrhaftige Legende konnte 45 Minuten lang unter Beweis stellen, welchen Stellenwert man in der Metalszene hat. Es war wunderbar anzusehen, wie Johan Langquist, der derzeitige Fronter inklusive der Band richtig Lust hatte, dem Publikum einzuheizen. Und bei den älteren Besuchern und den alten Kuttenträgern gelang das problemlos, beim Rest des Publikums gab es allerdings viele fragende Gesichter. Offenbar waren einige Konzertbesucher überfordert. Nichtsdestotrotz gab es einen tollen, wenn auch recht kurzen Querschnitt durch die lange Schaffensphase der Band und die Vorstellung eines neuen Songs kam bei den Doomfans sehr gut an. Mir persönlich gefiel der Auftritt sehr, auch wenn der Sound teilweise recht dumpf war. Nun gab es eine ca.halbstündige Umpaupause, die anfänglich mit diversen Szeneklassikern musikalisch gefüllt wurde, welche dann langsam in eine sakrale musikalische Untermalung überging, was natürlich passend zum Abend war. Pünktlich um 20.45 startete dann das Konzert mit Ashes und einer darauffolgenden furiosen Lichtshow, die sich durch den ganzen Auftritt zog und durchaus zu beeindrucken wusste Cardinal Copia, alter und neuer Frontmann der schwedischen Doomster ist in jeder Hinsicht ein fantastischer Frontmann, sei es gesanglich, vom Stageacting her, als auch von den Ansagen, die manchmal aber durchaus haarscharf an platter Peinlichkeit vorbeischlitterten. Aber das gehört halt zur Show. So wie auch die mehrfachen Kostümierungen, ob es in einer roten Kardinalskluft war, im schwarzen Anzug, oder in einer stylischen Mafiakostümierung, die definitiv Stil und Klasse besaß. Aber genug davon. Es gab showtechnisch nichts zu meckern, die Songauswahl war fantastisch. Insbesondere weil man direkt mit „Rats“ einstieg, was beim Publikum sehr gut ankam und danach erstmal direkt in die Anfangstage von Ghost zurückreiste, wo mit u.a. „Absolution“, „Con Clavi Con Dio“ und „Devil Church“ geglänzt wurde, bevor es mit einem langen Gitarrenwettkampf der Ghouls in den Emmy prämierten Song „Cirice“ überging, auf welchen dann das Instrumental „Miasma“ inklusive Saxophoneinlage von Papa Nihil folgte. Insbesondere letzteres beweist, welch gutes und eingängiges Songwriting die Band mittlerweile erreicht hat, ohne dabei verweichlicht und anbiedernd zu klingen. Danach ging es auf dem gleichen hohen Niveau weiter, „Pro Memoria“ vom aktuellem Album, „Witch Image“ und der Ballade „Life Eternal“, bevor es in eine viertelstündige Showpause ging. Vermutlich auch, damit die Ghouls und Ghoulettes ihre metallenen Masken kurz abnehmen konnten. Unter diesen faszinierenden Masken dürfte man doch sehr stark schwitzen. Danach ging es in den zweiten Akt. Und auch wenn ich dachte, dass diese Pause den Konzertfluß unterbrach, war ich überrascht, wie schnell man wieder im Fahrwasser fuhr. Und es fing schon knallhart mit „Spirit“ an, was das Konzert in eben diese Spur bugsierte. Und auf dem hohen Niveau ging es dann weiter. Eine Achterbahnfahrt durch alte Klassiker, neue Hits und das garniert mit einem fantastisch durchchoreographierten Auftritt, sowohl der Ghouls und Ghoulettes, als auch des Fronters Cardinal Copia, die zu jeder Sekunde Spiellaune versprühten und sichtlich Spaß am Auftritt hatten und das trotz aller Professionalität. Wirklich beeindruckend. Ob es allerdings nötig war, während des Roky Erickson Covers „If you have Ghosts“ eine zehnminütige Bandvorstellung zu zelebrieren, sei mal dahingestellt. Aber zumindest hatte der toll entertainende Cardinal Copia seinen Spaß dabei und das ist ja auch was wert. Aber „Danse Macabre“ entschädigte danach für diese etwas zu lange Vorstellungsmesse und der Song geht live wirklich gut ab. Schade, das so etwas nicht im Radio läuft. Da würde ich dann öfters mal einschalten. Mit „Monstrance Clock“ endete dann ein etwas mehr als zweistündiger Gig und ich muss persönlich sagen, es hat sehr viel Spaß gemacht. Allerdings muss Tobias Forge aufpassen, dass ihm der Erfolg nicht zu sehr zu Kopfe steigt, denn das könnte durchaus schädlich für „Ghost“ sein. Und die Band hat wirklich noch mehr Potential nach oben. Wollen wir also das beste hoffen. Der Abend war es auf jeden Fall wert. Ob allerdings Merchpreise, wie beispielsweise für Shirts von 35€ nötig sind, oder billige Ghoulplastikmasken für 30€ notwendig sind, muss jeder selbst entscheiden. Mir war es definitiv zu teuer. Nichtsdestotrotz. Es war ein tolles Konzert, oder wie ich woanders las, Satanic Deathpopentertainment. Das trifft es definitiv. In diesem Sinne, ein toller Abend.

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