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CD Review: In Flames - Reroute to remain

Veröffentlicht am Mittwoch 04 September 2002 03:33:13 von maximillian_graves
Mit "The Clayman" haben In Flames vor knapp 2 Jahren einen Meilenstein des melodischen Death Metals abgeliefert. Dementsprechend groß war die Erwartungshaltung zum aktuellen Album "Reroute to Remain"...

Trackliste:
1. Reroute to Remain
2. System
3. Drifter
4. Trigger
5. Cloud Connected
6. Transparent
7. Dawn of a new day
8. Egonomic
9. Minus
10. Dismiss the Cynics
11. Free fall
12. Dark Signs
13. Metaphor
14. Black & White


Line-Up:

Anders Friden - Vocals
Björn Gelotte - Guitar
Jesper Strömblad - Guitar
Peter Iwers - Bass
Daniel Svensson - Drums

Erschienen 02.09.2002 bei Nuclear Blast

Mit "The Clayman" haben In Flames vor knapp 2 Jahren einen Meilenstein des melodischen Death Metals abgeliefert.
Dementsprechend groß war die Erwartungshaltung zum aktuellen Album "Reroute to Remain"...

Das Album läuft jetzt mittlerweile mehr oder weniger den ganzen Tag ununterbrochen bei mir im Hintergrund, aber was ich davon halten soll, weil ich immer noch nicht so ganz.

Einerseits... ganz klar. In Flames sind in Topform, das wird sehr deutlich. Einige sehr interessante Songs finden sich auf diesem Album, wie zB "Metaphor", das beinahe schon eine Ballade ist oder auch "Trigger", bei welchem sich heftig knüppelnde und softe, schmeichelnde Parts abwechseln. Dann gibts da auch noch eine ganze Menge Kracher, wie der zweite Track, "System", eine dreckige, räudige Hasshymne, die jedesmal vor dem Refrain in einen soften Part mündet. Abwechslungsreich können sie schon sein!
Auch einige potentielle Ohrwürmer finden sich auf dem Album, zB. "Egonomic", "Cloud Connected", oder auch der Rausschmeißer "Black & White", die aufgrund ihrer Ohrwurmqualitäten auch sehr gut auf "The Clayman" gepaßt hätten, ebenso wie "Free Fall", den möglicherweise melodisch stärksten Song des ganzen Albums. Und dann gibts da noch die wirklich heftigen Kracher, z.B. "Drifter", einen wirklichen UpTempo-Knaller, der trotz alledem mit einer sehr interessanten Melodie aufwarten kann, oder auch "Dismiss the Cynics", mit seinen stampfenden, beeindruckenden Drumparts oder natürlich "Dark Signs", das seinem Namen ebenfalls alle Ehre macht und abwechselnd stampfende, düster groovende Parts und anschließend wieder heftiges Up-Tempo-Geknüppel vorlegt. Sehr starker Song! Ein weiterer solcher "Gruftsong" ist "Minus", der mit einer wirklich bedrückend düsteren Stimmung aufwarten kann und trotzdem eine faszinierende Melodie vorweisen kann.

Interessante Experimente werden auch beim Opener und Titelsong gemacht, der stellenweise sehr an Peter Tägtgrens "PAIN" erinnert, ebenso wie "Transparent", bei dem ebenfalls industrialmäßige Effekte wie verzerrter Gesang ins Spiel gebracht werden.
Besonders beeindruckend wirkt dann das anschließende "Dawn of a new day", mit seinem faszinierenden Wechselspiel zwischen typischem In Flames-Geschrei und richtigem (man höre und staunde!) Gesang. Auch dieser Song macht seinem Namen alle Ehre und hat eine überraschend positive Grundstimmung, die man so sicher nicht auf einem Death Metal-Album erwarten würde.

Warum dieser fade Beigeschmack der Einleitung obwohl die Songs an und für sich doch alle toll klingen?
Ganz einfach: Auf diesem Album befinden sich 14 Songs, von denen ein Großteil so klingt, als hätte man ihn schon gehört, teilweise bei der Band selbst auf dem absolut genialen Vorgägner, teilweise auch bei anderen Bands.

Keine Frage, ein tolles Album, darüber braucht nicht gestritten zu werden. Die Frage ist nur, für wen es interessant ist, da sich aufgrund der industrialähnlichen Experimente und der Ballade mit Sicherheit der eine oder andere Fan der ersten Stunde überlegen wird, hier zuzugreifen.

Der Mix ist toll gelungen. Alles klingt, wie es klingen soll. Im Sommer bei offenen Fenstern macht dieses Album gleich doppelt Laune, weil die Bässe wie Bässe klingen und das Schlagwerk ebenfalls seinen Teil leistet! Niemand kommt zu kurz, kein Soundbrei, stattdessen perfekt aufeinander abgestimmte Instrumente. So muß ein Album klingen!

Der Limited Digipak rundet das Gesamtbild dann ab. Bandpics, Songtexte, Linernotes in einem geschmackvollen, düsteren Artwork... Das gibt noch mal Punkte in der B-Note.

Fazit: Im Prinzip kann ein In Flames-Fan nicht viel falsch machen mit diesem Album. Für Leute, die das Melodic Death-Genre erst mal antesten wollen, ist dieses Album aber vielleicht nicht das richtige, dazu fehlt einigen Songs einfach die Schlagkraft.