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CD Review: Manowar - Gods of War

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Veröffentlicht am Donnerstag 01 März 2007 22:26:49 von madrebel
Manowar - Gods of War

1.  Overture to the Hymn of the Immortal Warriors
 2.  The Ascension
3.  King of Kings
 4.  Army of the Dead, Part I
5.  Sleipnir
6.  Loki God of Fire
7.  Blood Brothers
 8.  Overture to Odin
9.  The Blood of Odin
10.  The Sons of Odin
11.  Glory Majesty Unity
12.  Gods of War
 13.  Army of the Dead, Part II
14.  Odin
15. Hymn of the Immortal Warriors
16.  Die for Metal (Bonus Track)

SPV/Magic Circle Music

Bass –Joey DeMaio
 Gesang - Eric Adams
Gitarre - Karl Logan
Schlagzeug – Scott Columbus

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich die selbsternannten „Kings of Metal“ endlich mal wieder an ein neues Album gemacht haben. Nun, jetzt ist es da und wer die Augen aufgemacht hat, dürfte in den vielen Foren des Netzes schon sehr kontroverse Diskussionen mitbekommen haben.
Nun, das Album hat jetzt gewiss 30 Durchläufe hinter sich gebracht und ich bin sehr gespalten in meiner Meinung. Einerseits sind „Manowar“ eine Band, die verdammt gute Songs geschrieben hat, aber leider in den letzten Jahren mehr durch Dummgeschwalle und Selbstglorifizierung aufgefallen ist, denn durch Taten.
Also kündige „Joey deMaio“ in seiner grandiosen Selbstüberschätzung ein episches Werk der Superklasse an, welches sich in die Nachbarschaft von Werken „Richard Wagners“ einfügen dürfte.
Ob dies gelungen ist, das werden wir sehen.
Das Album beginnt also mit einem ellenlangen Intro, welches nicht nur lang, sondern auch sehr weilig ist und dazu beim zuhören sehr viel Disziplin erfordert, um nicht vor Langeweile in den ersten Minuten einzuschlafen. Damit aber nicht genug. „The Ascension“ fängt dann ähnlich pseudoklassisch auf billigstem Bontempiniveau an und wird gekrönt, von der unsagbar düsteren und martialischen Stimme „Joey deMaios“. Einzig das einsetzen des Gesangs von „Eric Adams“ zieht einiges wieder raus.
Mit „King of Kings“ hat man dann allerdings den ersten echten Song auf der Scheibe, der auch wirklich knallt und auch das zeigt, was „Manowar“ eigentlich ausmacht. Ähnlich verhält es sich bei Songs wie „Sleipnir“, großartig, „Loki, God of Fire“, „Gods of War“und das balladesk geratene „Hymn of the Immortal Warriors“. Alles Songs, die der Klasse von „Manowar“ früherer Tage durchaus gerecht werden.
Dem allerdings entgegen stehen Stücke wie „Blood Brothers“, eine völlig misslungene Nummer, die sich musikalisch an „Master of the Wind“ anlehnt, da aber nicht mal ansatzweise herankommt und dazu kommt auch noch der hochnotpeinliche Text über wahre Freunde. Hat textlich schon was von einem alten Lied eines gewissen „Franz Beckenbauer“. Auch der Bonustrack “Die for Metal“, der sich wie der Notenabfall von „Warriors of the World“ anhört und dazu auch noch mit billigstem Biergrölpathos glänzt. Okay, besoffen mag das spaßig sein, aber nüchtern?
Die auf billigste Art produzierten Möchtegernklassikparts tun dazu ein Übriges. Okay, die Thematik der Scheibe, Odin und das ganze nordische Heidengedöns sind ja ganz interessant und bieten sich für heroisches Pathos geradezu an. Was ja an und für sich auch nicht schlecht ist. Man lässt sich eben gerne unterhalten, was ja auch nicht schlecht sein muß. Aber, die Machart ist so billig umgesetzt, dass man nur von einer Frechheit sprechen kann. Was einem da an Chorgesängen, Epik und Klassik verkauft wird, hat eher Kirmeszeltniveau und hat nichts, aber auch gar nichts mit dem angekündigten zu tun.
Völlig unnötig ist dabei auch „Glory, Majesty, Unity“, was zwar vom ursprünglichen Sprecher „des „Warriors Prayer“ eingesprochen wurde und dabei das Gebet des Kriegers recycled. Leider so was von billig und armselig. Der gelangweilte Männerchor ist einfach eine Zumutung und die Wiederverwendung des Themas so unnötig wie ein Kropf.
Das ist nicht nur enttäuschend, sondern irgendwie fühlt man sich als Fan ein wenig verhohnepiepelt. Insbesondere weil man weiß, das es besser gehen kann.
All das könnte mich versuchen, einer meiner persönlichen Lieblingsbands einen fetten Tritt in den Hintern zu geben. Dieses wird allerdings verhindert durch die fünf recht gut gewordenen Songs und der immer wieder herausragenden Stimme „Eric Adams“. Dieser belebt die Songs und verschafft ihnen Seele.
Das ändert aber nichts daran, das die bis zum platzen unnütz aufgeblasene Verpackung einem unglaublich viel Geduld und guten Willen abverlangt. Vierzig Minuten guter Songs und drumrum nur Keyboardklassikgedudel sind mir bei den Jungs einfach zuwenig.
So ist „Gods of Metal“ zu einem Album geworden, was mehr Schatten als Licht hervorbringt, wohl nur bei den absolut hörigen Fans für Begeisterungsstürme sorgen dürfte und beim Rest eher Kopfschütteln hervorrufen wird.
Einzig „Eric Adams“ ist der wirkliche verbliebene Grund, das Album nicht in Grund und Boden zu stampfen.
Abschließend bleibt einfach zu sagen, dass „Gods of War“nicht nur das schwächste, sondern auch schlechteste Album der selbsternannten Metalkings darstellt und für reichliche Enttäuschungen sorgen dürfte. Schade!

Kommentare zu diesem Artikel
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Hail Kings Of Metal
Das neue Album ist absolut gelungen, wie ich finde, auch wenn es vielleicht an manchen Stellen, ein wenig zu episch ist. Aber es trotzdem sehr einprägsam. Besonders geil finde ich den Bonustrack "Die For Metal", der Götz vom RockHard adressiert ist... Aber billig und armselig klingen Manowar anno 2007 keinesfalls, aber jedem seine Meinung. The kings are back...
Nun ja....
ich habe mir das Album auch angehört, ein paar mal und ich finde die Idee des Konzeptes ist in Ordnung, aber die Songs haben nicht viel mit den frühen Manowar zu tun. Ist meine Meinung, aber an Alben wie Kings Of Metal, oder mein absolutes Lieblingsalbum von Manowar Fighting The World, kommt das hier nicht ran. Ich bin zwar kein Fan der Band, aber Manowar haben schon besseres hervor gebracht.
Nunja, Manowar....
Die Jungs gehören trotzallem immer noch zu den Bands, die ich gerne höre. Aber ich habe mich echt schwer getan, das Album zu verreissen. Es tut einfach weh, wenn man merkt, das diese Scheibe nix halbes und nix ganzes ist. Klar, ein paar nette Songs, aber das Gesamtbild ist doch eher dunkel geraten und das macht mich bei Manowar nicht gerade glücklich. Die Jungs können einfach mehr und das weiss man auch. Aber leider nutzt man es nicht. Schade.
abzocker
das letzte mal hab ich mich 90 auf eine platte von manowar gefreut, nach dem gelungenen comeback, hat man aber nie den hals vollbekommen und mit immer fragwürdigeren methoden (ich sag nur convention) versucht,  auch den letzten penny zu verdienen. das beste von allem ist so zu tun, als ob man auf den anderen kontinenten immer noch als kings of metal gefeiert  werden würde: LÜGE es gibt nur noch ein land das noch bereit ist für die poserkiste zaster zu bezahlen: unseres!
Manowimp - Posers Of War
Altherren Hard Rock mit simpel gestrickten Pathos-Orchesterpassagen, viel Wiederholung, Leerlauf und Geplapper, gelegentlichem Pocahontas-Disney-Kitsch, unfaßbar unverfrorenem Ideenklau bei sich selbst und anderen ("Die For Metal") sowie 3-4 ganz netten, meist nur mittelmäßigen Songs und 1-2 richtig starken Momenten (vor allem zum Ende hin - "Odin" find ich sehr geil!). Das ganze wird garniert mit einem noch dämlicheren Coverartwork (vom Booklet in nicht lesbarer Runenschrift ganz zu schweigen) und einem synthetischen Sound, der auch schon mal besser war. Alles in allem wie zu erwarten das erste echt enttäuschende Manowar-Album. Dagegen ist selbst Warriors Of The World ein Klassiker.
@fafner besser gehts nicht!
Besser kann man es nicht in Worte fassen, ich mach mir in die Hosse hehe.