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Zur Meinung von Amazon

Interview: Necros Christos Interview

Veröffentlicht am Mittwoch 13 April 2011 12:30:30 von madrebel
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1.Hallo und danke, dass ich die Chance habe, ein paar Fragen an euch zu stellen. Als erstes muss

ich zu meiner Schande gestehen, dass ich euer erstes Album überhaupt nicht kenne. Aber, „Doom

of the Occult“ ist erst euer zweites Album. Weswegen dauert es so lange? Seid ihr gleichzeitig

job-,familientechnisch oder ähnliches so involviert, dass ihr das nicht so schafft wie ihr es gerne

hättet?


 

: Ich denke, der Hauptgrund ist die Qualität, die wir bieten. Höre Dir nur all die Nuancen auf Doom an

und Du weißt, was ich meine. Nichts ist gesampelt oder geklaut, alles ist echt gespielt und komponiert.

Und ja, zusätzlich arbeiten wir alle in festen Jobs. Ich für meinen Teil habe 2 Söhne und unser

Drummer Raelin kommt nicht aus Berlin, sondern muss für jede Probe eine weite Strecke auf sich

nehmen. Das führt leider dazu, dass wir nur einmal im Monat ein Wochenende proben können und

somit immer parallel an einem Liveset, sowie an neuen Songs arbeiten müssen.

2.Thematisch liegt euch das okkulte sehr am Herzen. Wie ist das zu verstehen? Inhaltlich in euren

Texten beispielsweise. Insbesondere weil ich persönlich bei diesem Thema immer so im Zwiespalt

bin. Eine Seite meint es ernst und hat da durchaus was zu sagen, die andere Seite benutzt ja das

Thema eher so als reines Image, was in der Regel immer recht gekünstelt rüberkommt und dabei

auch extrem lächerlich wirkt. Wie bringt ihr die Thematik rüber und wie erklärt ihr das jemanden, der

davon eher weniger versteht, sich aber interessiert zeigt?

: Da möchte ich einfach mal auf unser Album verweisen. Nichts ist gekünstelt, nichts gestellt.


 

Das Album basiert in seinen Grundzügen auf dem Chanukka Leuchter, ohne jedoch Bezüge zur

eigentlichen Thematik dieses Festes zu nehmen.

Der Leuchter ist das Konstrukt, eine architektonische Variante um diese Masse an Musik in Form zu

gießen. Die 9 Metal Songs des Albums sind die 9 Flammen des Necros Christos, durch welche Er

sein Wesen und Wirken offenbart. Durch ihr Hören wird eine nach der anderen entfacht und die Entität

erwacht zum Leben. Die ersten beiden Flammen „Baal of Ekron“ sowie „Hathor of Dendera“ sind

uralten Götzen und Gottheiten und ihrer Anbetung gewidmet. Die Flammen 3 und 4 („Necromantique

Nun“ und „Invoked from Carrion Slumber“) handeln von den dunklen Künsten der Totenbeschwörerin

von En-Dor, zu finden in 1.Samuel 28, 7 – 13. Die mittlere und größte Flamme handelt von der

indischen Dreifaltigkeit Kali, Shakti und Shiva und enthält mehr indische Wörter als englische. Die

Flammen 6 und 7 werden von „Succumbed to Sarkum Phagum“ und „Visceras of the Embalmed

Deceased“ repräsentiert, welche sich aus alt ägyptischer Sicht mit der Vergänglichkeit des Körpers

und des Fleisches befassen. Die letzten beiden Flammen „The Pharaonic Dead“ und „Descending into

the Kingly Tomba“ beschreiben die letzte Ruhestätte der Pharaonen.


 

3.Was beeinflusst eure Musik? Wie geht ihr an die Songs ran? Welche Vorgehensweise des

Songwritings legt ihr an den Tag? Und wo holt ihr euch die Ideen für die Texte her? Und wie

verarbeitet ihr diese Ideen? Ist das eher die Arbeit eines einzelnen? Oder macht ihr das auch

zusammen?


 

: Grundsätzlich stehen die Riffs und der ganze Song, bevor ich ihn meinen Jungs als Gitarren Version

aufnehme. Das finale Arrangement wird dann im Proberaum erarbeitet, die Lyrics kommen erst,

wenn der Song als solches steht. Grundsätzlich habe ich immer ein Libretto, ein Thema vorab und

einen Titel für das Stück, doch mit dem Schreiben der Lyrics lasse ich mir Zeit und die Musik auf mich

wirken. Als Haupteinflüsse, sowohl textlich als auch musikalisch, würde ich die Mystik des Orients

bezeichnen.


 

4.Musikalisch seit ihr ja recht vielfältig. Death Metal der älteren Schule, ein wenig Doom, ein wenig

Black Metal. Ist das so geplant gewesen, oder hat sich das einfach so ergeben? Ihr seid ja sicherlich

auch beeinflusst von anderen Bands. Gibt es da besondere Vorbilder, wenn man das so nennen darf?


 

: Als Haupteinflüsse würde ich immer Black Sabbath, Mercyful Fate, Candlemass und Morbid Angel

nennen. Warum die Leute bei uns immer auf Black Metal kommen versteh ich, ehrlich gesagt, nicht so

recht…


 

5.Mal was anderes. Kürzlich erreichte mich eine Rundmail, das Vorabpromos im Netz gelandet sind.

Unter anderem war da wohl auch euer aktuelles Album dabei. Ich selbst sehe das als Diebstahl an.

Inwieweit hat euch so was schon geschadet und was macht ihr, um dagegen vorzugehen?


 

: Davon habe ich nichts gehört und bis jetzt hat uns so was nicht geschadet. Eines unserer Labels hat

ein Vorab Download zur Rezension des Albums angeboten, ich wüsste jetzt aber nicht, dass dadurch

das ganze Werk vor VÖ im Netz war…


 

6.Livegigs sind ja eher rar bei euch gesät. Ist da in Zukunft etwas geplant, außer den schon

bekannten Einzelgigs und Festivalauftritten? Ist vielleicht auch mal mit einer Tour zu rechnen?


 

: Da halte ich mich immer etwas zurück. Wir leben nicht von unserer Musik und haben alle viel

zu viel zu tun, als das wir Monate im Jahr auf Tour sein könnten. Allerdings haben wir erst letztes

Wochenende mit unseren Freunden von Grave Miasma und Griftegard gespielt und mit diesen Bands

könnte ich mir durchaus eine Tour vorstellen.


 

7. Gibt es noch ein paar letzte Worte für unsere Leser?

: Danke für das Interview,


 

mors dalos ra


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