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Konzert Review: OZZFEST 2002 in Goffertpark - Nijmegen

Veröffentlicht am Montag 03 Juni 2002 10:40:35 von madrebel
phpnuke.gifDas allererste Mal in Europa war die wohl erfolgreichste Festivaltour aus den USA.









OZZFEST 2002

Goffertpark / Nijmegen

Das allererste Mal in Europa war die wohl erfolgreichste Festivaltour aus den USA.

Nunja, und da in jedem Land , wo dieser Zirkus gastierte ein anderes Line-Up auf der Bühne stand. Hier waren es natürlich auch, wie sollte es anders sein, OZZY OSBOURNE, Als Headliner, Tool und Slayer. Die Hinfahrt war locker und ging schnell vonstatten, und die Vorfreude auf diese Bands, bekam einen Vorschub, durch den 8:0 Sieg unserer Nationalelf, deren Spiel man lieber vorher im Radio verfolgte, anstatt sich Kittie und Il Nino reinzutun. Und nach diesem glorreichen Sieg, konnte der Gang endlich losgehen.
Hin, Karte holen, reinlatschen, wohlfühlen. Und es war wie erwartet, ein Zirkus, Fressbude neben Bierbude, und so weiter. Essens- und Getränkepreise wie im Ritz, nunja, Sharon will ja schließlich leben, Da muss man wohl tiefer in die Tache greifen. Überraschend viel deutsches Publikum war anwesend, selbst Leute aus Bayern nahmen den weiten Weg auf sich, und auch ein paar Franzosen konnten wir kennenlernen.
Im Hintergrund bekam man dass „ewige“ Gothic Metal Talent, „Within Temptation“ beobachten, die in Holland ja sehr angesagt sind, was ich überhaupt nicht verstehen kann. Aber ein hübsches rotes Kleid hatte die Frontträllerlerche an. Immerhin etwas. Nun, der lange Rede kurzer Sinn, nachdem man sich bei dem „riesigen“ Angebot an Konsumständen umsehen konnte, ging es pünktlich um 18.00 Uhr los.
„Slayer“ legten los, und ließen kein Stein auf dem anderen, eine fantastische Songauswahl, die kaum Wünsche offen ließ, auch wenn dies einige Personen anders sahen. Und da Mr. Dave Lombardo persönlich an den Drums saß, konnte schon mal gar nix danebengehen. Es reihte sich Klassiker an Klassiker, neues an neuem, und , was soll ich sagen, ein absolut geiler Gig.
Raining Blood, God hates us all, Disciple, Dead Skin Mask, Angel of Death, Expendable Youth, Postmortem, South of Heaven, Hell awaits, Mandatory Suicide,
Und einiges mehr, es blieben kaum Wünsche unerfüllt, und bei einer längeren Spielzeit, ware da noch mehr rausgekommen. Selbst die neuen Songs, bekamen durch das Hammerdrumming von Dave Lombardo, noch mehr Wumms, echt klasse, was die Jungs da abgeliefert haben. Die Jungs waren zwar wieder bewegungsfreudig wie immer, aber dass „Slayer“ gerne mal richtig über die Bühne flippen, weiß jeder, der sie schon mal live begutachten durfte. Nichtsdestotrotz, sollten die in dieser Form auf den anderen Festivals genauso spielen, dann kann man sich auf ein wahres Gewitter gefasst machen. Nach 75 Minuten war leider auch schon Ende, aber mit der Gewissheit, sie dieses Jahr noch einige Male sehen zu dürfen, konnte man auch beruhigt sich kurz erfrischen.
Kurz darauf erschienen „Tool“ auf der Mainstage, und zockten sich anderthalb Stunden durch ihren „Art-Metal“, oder wie man diese Richtung auch immer nenen mag. Auf jeden Fall machten die Jungs Laune, was bei Songs wie „Stinkfist“ oder „Schism“ auch kein Problem darstellt. Nur irgendwie sind die Jungs keine Open Air Band wie ich finde, und sollten besser sich auf Hallenkonzerte beschränken, da die Songs so weitaus besser kommen. Trotzdem, nicht schlecht , die Performance.
Nun, aber hieß es warten, Platz suchen, damit auch alles sehen kann, und die Minuten zählen. Und endlich war es soweit, „OZZY“ war da. Ohne großes Intro, was ich vermisst habe, denn eine Videoleinwand war ja da, von daher sollte das kein Problem sein. Nun denn, was soll´s .
Er stieg direkt ein mit „I don´t know“ gefolgt von „Get´s me through“ vom letzten Album. Und es gab eine Querschnitt durch die gesamte History von dieser Metallegende. „Crazy Train“, „Mr.Crowley“,“Iron Man“, „Mama I´m coming Home”,”Suicide Solution”, “No more Tears”,”War Pigs”,”Goodbye to Romance”, kaum etwas fehlte, und es blieben auch kaum Wünsche offen.
Natürlich durften seine Hampeleien vor´m Mikro nicht fehlen, genauso wenig wie sein Wassereimer entleeren in´s Publikum, die Leute mit 2 Feuerwehrschläuchen naßspritzen, und der übliche Schmonzes, man kennt es, und man liebt es.
Typische Ansagen wie „I can´t fuckin´hear you“, und so weiter, machten diesen sehr voraussehbaren Gig trotzdem extrem sympathisch und unterhaltsam. Da Mr.Osbourne aber auch nicht mehr der jüngste ist, musste „Zakk´Ich bin ein Waldschrat und seh´ auch so aus`Wylde“, die Pause überbrücken. Übrigens mit einem sehr geilen Gitarrensolo, was eindrucksvoll bewies, dass er einer der besten Gitarristen der Welt ist. Auch sein heimlicher Tribut an „Jimi Hendrix“ sollte hier gelobt werden. Wer die Saiten so klasse mit den Zähnen bearbeite, der kann echt alles an den Saiten. Nun kam aber auch „Ozzy“ wieder, und die Party ging weiter, jeder Song wurde frenetisch bejubelt, man merkte „Ozzy“ an, dass er verdammt viel Spaß hatte, und dieses auch auf die Menge übertrug. Es wurde gemosht, gepogt und gedivet, dass es eine Freude war. Selbst die „Crowdsurfing“Verbotsschilder, die vor jeder Bühne hingen, wurden missachtet, so´n Ding habe ich aber auch noch nie gesehen.
Ein rundes Schild, in der Mitte 3 Personen, über ihnen ein stilisierter Crowdsurfer, und ein schwarzer Balken schräg durch das Schild, gibt es jetzt auch eine Konzertsicherheitsverordnung, die durch Schilde wie im Straßenverkehr gekennzeichnet wird ? Total bescheuerte Idee.
Zwischenzeitlich stellte „Ozzy“ noch die Band vor, u.a. auch „Mike Bordun“, der Ex-Schlagwerker von „Faith no More“. Nun denn, der Set ging dem Ende zu, jedoch forderte „Ozzy“ das Publikum noch ein wenig heraus.
„Do u wanna hear some more ?
“Yeaaaaaaah !!!!”
“I can´t fuckin´hear u !!!!!!!!!!!!!!!!!!!”
“Do u wanna hear some fuckin´more ??????????????”
“Yeaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”
Und was folgte war als Zugabe”Paranoid”, was auch sonst ?
Und es wurde noch mal gefeiert bis zum abwinken.
„Ozzy“ verabschiedete sich noch mit seinem „Good night, we love u all“,
und das war es dann auch.
Ein abschließendes Feuerwerk wurde noch abgefeuert, und der Spaß war endgültig vorbei. Ein im großen und ganzen recht cooles Konzert, auch wenn die Abzocke hier zeitweilig wieder in Rekordhöhe schnellte. T-Shirts für 30€, Longsleeves“ für 38€ , dass war doch schon recht heavy. Die Essenspreise waren grausam hoch, 3 Bons im Werte von 5€ für ein mexikanisches Fladenbrot, gefüllt mit Hackfleisch und Gemüse, 2 Bons für ´ne Schale Fritten, dass war doch verdammt happig. Das einzige was ging, war das Bier und die anderen Getränkepreise, 0,3 für umgerechnet 1,68€, das ging gerade noch. Sehr komisch auch, dass man ermahnt wird, wen man vor´m Haupteingang von der Polizei erwischt wird, nicht sich vor´m Gitter zu entleeren(nicht mir passiert, man konnte es aber beobachten), und auf dem Festivalgelände selber, es aussah, als wäre das Ding zu einer Mülldeponie mutiert, da man zeitweilig nicht mehr über Gras, sondern nur noch über Pappe lief. Sehr umweltbewusst, das ganze, Plastikbecher, alles lag kreuz und quer herum. Nunja, andere Länder, andere Sitten.
Trotzallem, die Leute waren recht cool drauf, und es ging ohne Streß über die Bühne. Ob man sich dieses Festival aber noch mal antun sollte, sei dahingestellt.
In diesem Sinne,
Rock´on,

Madrebel


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