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Zur Meinung von Amazon

Interview: Purgatory im Gespräch

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Veröffentlicht am Dienstag 03 Mai 2011 09:48:46 von madrebel
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1. Hallo ! Eure neue Scheibe wird ja von der Kritik in den Himmel gelobt.
So wie es ebenfalls bei eurem Vorgängeralbum war. Habt ihr damit gerechnet?

Salve Holger! Es freut uns natürlich sehr, dass "Necromantaeon" solch ein positives Feedback
erhält! Wirklich gerechnet haben wir damit nicht, da es immer eine gewisse Überraschung
birgt, wie ein neues Release aufgenommen wird. Es erwarten uns aber noch so einige
Resonanzen; vor allem aus dem Ausland und wir sind gespannt, welche Art von Feedback uns
da noch erreichen wird und ob nicht sogar das ein oder andere interessante Angebot für eine
Show dabei sein wird.

2. Zum neuen Album. Wie lange habt ihr daran gesessen? Songwriting, Aufnahmen und
alles was so dazugehört, wie muss man sich als Hörer die Arbeit vorstellen?

Da wir sehr viel Zeit gemeinsam im Proberaum verbringen, haben wir eigentlich sofort
nachdem wir „Cultus Luciferi – The Splendour Of Chaos“ veröffentlicht haben wieder
an neuen Ideen gearbeitet. In den ersten ein, zwei Jahren nach dem Release lag unser
Hauptaugenmerk natürlich darauf, die damals aktuelle Scheibe ausgiebig live zu präsentieren.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt haben wir uns dann zunehmend intensiver mit dem
Schreiben neuer Songs für ein neues Album beschäftigt und einen möglichen Studiotermin für
uns gewählt. Den Songwritingprozess muss man sich so vorstellen, dass wir gemeinsam im
Proberaum in ausgiebigen Jam-Sessions so lange an einzelnen Ideen arbeiten, bis jeder von
uns mit dem Endergebnis zufrieden. Dies ist zwar sehr zeitaufwendig, für uns ist es aber die
beste und effektivste Art und Weise Songs zu schreiben.

3. Da das Promoblatt nichts über die Lyrics hergibt. Welche Themen behandeln eure
neue Scheibe?

Zunächst ist zu sagen, dass die Lyrics von Purgatory der Musik entsprechend schon immer
sehr finster und blasphemisch ausfielen. Auf „Necromantaeon“ findet sich speziell die Figur
und das Thema des Todes (Nekromantie) in den einzelnen Texten wieder. Dies drückt vor
allem der Albumtitel aus, denn „Necromantaeon“ steht für uns als ein „Zeitalter des Todes
und des Niedergangs“. Diese Thema gilt sozusagen als roter Faden und wird von Song zu
Song immer wieder aus einer anderen Perspektive beleuchtet.

4. Wie schaut es heutzutage für euch in Zeiten von Downloads mit dem CD-Verkauf
aus? Schliesslich gibt es eine starke Death Metal Szene in Deutschland und die
Konkurrenz ist ja nicht klein. Leidet ihr auch unter illegalen Downloads und wie steht
ihr dazu? Das Thema bleibt ja chronisch aktuell.

Wie du schon sagst, ist dieses Thema ständig aktuell und wohl auch nicht mehr aus der
Welt zu schaffen. Die Tatsache, dass die Leute bei der Masse an heutzutage erhältlicher
Musik auf mp3-Dateien aus dem Internet zurückgreifen, lässt sich sowieso nicht mehr
ändern. Glücklicherweise wissen ein großer Teil der Metalszene und allgemein Szenen
extremerer Musikrichtungen den Wert einer richtigen CD bzw. LP noch zu schätzen und
dies wird sich hoffentlich auch nicht so schnell ändern. Nicht ohne Grund werden noch
immer Vinylversionen von CDs veröffentlicht und auch wir selbst sehen uns da als extreme
Vinylfreaks!

5. Die Livepräsenz ist ja für euch durchaus wichtig. Was sind so für euch die besten
Dinge dabei, ausser natürlich auf der Bühne zu stehen? Gibt es Bands, die euch selbst
sehr beeindruckt haben?

Wir sehen uns definitiv als eine Live Band. Auf der Bühne kann man eine Energie und
Urgewalt erzeugen, die man so wohl nie auf einen Tonträgern wird pressen können.
Außerdem gibt es für den Musikhörer nichts ehrlicheres als Livemusik, denn auf der Bühne
kann man als Band niemandem etwas vormachen. Live präsent zu sein, bedeutet natürlich
auch ständig unterwegs zu sein. Die Erfahrungen, die wir bei all den Shows machen konnten
wollen wir keinesfalls missen, ebenso all die Kontakte und Freundschaften, die daraus
gewachsen sind. Natürlich gibt es eine Menge Bands die uns auf die ein oder andere Art
beeinduckt haben. Es gibt da einfach zu viele kleine Details, die eine Band aus der Masse
hervorstechen lässt!

6. Ich habe euch das letzte Mal auf dem Stromgitarrenfest in Berlin gesehen, wofür ich
extra aus Düsseldorf gekommen bin. Leider war es nicht so erfolgreich, wie erhofft, was
man ja an den Besuchern sehen konnte. Wie empfindet ihr das, da ihr ja durchaus mit
den Veranstaltern gute Kontakte zu pflegen scheint.

Erstmal Daumen hoch dafür, dass du dich für das Stromgitarrenfest auf diesen Weg
gemacht hast! Hoffen wir, dass es auch in Zukunft viele Leute geben wird, die kleine
Undergroundfestivals unterstützen! Für uns war dieser Gig ein voller Erfolg und wir haben
von Publikum und Freunden sehr viel positives Feedback darauf erhalten. Soweit wir
wissen, gab es an diesem Abend noch ein weiteres großes Metalkonzert in der Nähe, was
logischerweise für die Jungs von Postmortem bzw. Brutz & Brakel als Veranstalter ungünstig
war. Jedoch war dies die erste Ausgabe des Stromgitarrenfests und hoffen wir, dass es sich bis
zur nächsten noch etwas mehr herum spricht. Vielleicht ist aber auch speziell Berlin ein etwas
schwierigeres Plaster, was Konzerte anbelangt, da die Leute da eine extrem große Auswahlt
an Gigs haben.

7. Es gab auf euren Platten immer Cover anderer Bands. Weswegen hat das aufgehört?

Es war nie wirklich so, dass da ein gewisses Konzept dahinter gesteckt hat. Es hat sich immer
einfach so ergeben, dass wir ein Cover mit auf die Platte gepackt haben. Besonders die
Zusammenarbeit mit Marc Grewe/ Morgoth beim Song „Pits Of Utumno“ war eine große
Ehre für uns und hat uns viel bedeutet. In der Vorbereitung zu „Necromantaeon“ haben wir
eigentlich nie eine Coverversion in Betracht gezogen und irgendwie hat es sich auch nicht
wirklich angeboten. Wir wollen für die Zukunft natürlich nicht ausschließen, so etwas in der
Art noch einmal zu verwirklichen, aber schauen wir einfach was sich da entwickelt.

8. Tourtechnisch ist ja bei euch nicht mehr ganz soviel, obwohl es ja viele Einzelgigs
und Festivalgigs gibt. Ist da was geplant, dieses zu ändern, oder ist das für euch nicht
machbar, da ihr ja wohl alle Familie besitzt und auch in Lohn und Brot steht?

Natürlich ist es nicht ganz einfach, die Band und unsere Jobs unter einen Hut zu bekommen.
Aber wir haben es immer einigermaßen hinbekommen. Derzeit gibt es schon Überlegungen,
was eine Tour betrifft. Jedoch ist es derzeit noch zu früh etwas verlauten zu lassen.
Unser Fokus liegt im Moment definitiv darauf „Necromantaeon“ sowohl im In- als auch
Ausland live-technisch so viel zu promoten, wie wir nur können und da versuchen wir alles
mitzunehmen, was wir nur können.

9. Gibt es Undergroundbands, die euch derzeit persönlich beeindrucken?

Gerade weil speziell den Death/ Black Metal Underground verfolgen, findet man immer
wieder ein paar sehr interessante Bands. Mir persönlich sind da in letzter Zeit besonders
KRYPTS (Fin), MIASMAL (Swe), MAVETH (Fin) und VASAELETH (Usa) aufgefallen.
Aber man sollte auch die Szene im eigenen Land nicht ausser Acht lassen, die vor allem
in den letzten Jahren sehr an Qualität gewonnen hat und mit NECROS CHRISTOS,
DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT, DEUS INVERSUS und DIABOLICAL
IMPERIUM (um nur ein paar zu nennen) ein paar sehr gute Bands am Start hat
.
10. Ihr seid ja nicht erst seit gestern dabei und ebenfalls alte Metalheads, die die Szene
durch und durch kennen. Was für ein Gefühl für euch ist es, wenn alte Heroen, wie z.b.
Dio plötzlich sterben? Ich persönlich empfinde das immer als traurigen Verlust, obwohl
man, bis auf die Musik keinen Bezug zu der Person hatte.

Da hast Du absolut recht, dies sind wirklich traurige Verluste für die Metalszene. In solchen
Momenten wird einem der wahrliche Einfluss der alten Helden wie Ronnie James Dio
(RIP) voll bewusst. Nach solchen Ereignissen erinnern wir uns gern gemeinsam an die
Errungenschaften dieser Musiker und unsere eigene Bindung zu ihnen. Besonders Dios
Lebenswerk ist beachtlich und auch wenn er nicht mehr zu den Lebenden gehört, so bleibt
seine Stimme doch legendär.

Habt ihr noch ein paar Worte zum Ende hin?

Erstmal danke an dich für das Interview und deinen Support! Weiterhin bleibt noch zu sagen,
dass wir demnächst über Animate Records eine SplitEP mit DARKENED NOCTURN
SLAUGHTERCULT veröffentlichen werden. Checkt „Necromantaeon“ an! We see us out
there! Hail Darkness! Hail Chaos! Hail Death!


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