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Sonstige Festivals: Rock Hard Festival 2013

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Veröffentlicht am Dienstag 25 Juni 2013 20:11:58 von madrebel
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Rock Hard Festival 2013
 17.05. 2013 -19.05.2013

Auch in diesem Jahr fand zum nunmehr elftem Male das Rock Hard Festival in Gelsenkirchen statt, welches mittlerweile zu den erfolgreichsten und populärsten Metalfestivals im mittleren Sektor gehört und ein wichtiger alljährlicher Szenetreff darstellt. Nun. Das Line-Up war mal wieder vom feinsten und hatte für zahlreiche Besucher etwas zu bieten.
Traurigerweise konnte ich dieses Jahr aus Zeitmangel aufgrund von Arbeit und anderen Verpflichtungen leider nicht immer frühzeitig auf dem Gelände sein, weswegen ich viele Bands leider nicht sehen konnte. Dennoch hatte ich richtig Freude an denen, die mir vergönnt waren.

Das begann am Freitag mit „Audrey Horne“, aus Norwegen, die mit ihrem rotzigen Hardrock bei mir offene Türen einrannten. Klassisch, relaxed und vollkommen arschcool  präsentierte sich der Fünfer und begeisterte das zahlreich erschienene Publikum. Kein Wunder. Bei der wunderbaren Spätnachmittagssonne passte der Sound wie der sprichwörtliche Popo auf den Eimer. Wunderbarer Gig.

Die nachfolgenden „Ashes of Ares“ schaute man sich dann gemütlich von oben an und genoss den Gig der neuen Band von Matt Barlow, dem ehemaligen Frontmann von „Iced Earth“. Der Gig war grundsolide, machte Laune, war aber alles andere als weltbewegender Heavy Metal. Schlichter und klassischer Sound, der aber nicht all zuviele Spuren hinterließ. Wer es nicht gesehen hat, hat auch nichts verpasst.

Anders beim Headliner dieses Abends. Udo Dirkschneider kam mit seiner Band auf die Bühne und bewies mal wieder, welche gesangliche Abrißbirne er eigentlich ist. Eine gute Mischung aus allen Epochen von „U.D.O“, gemischt mit vielen alten Klassikern von „Accept“ machten den Gig unterhaltsam und äußerst mitreißend. Nüchtern betrachtet war es ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man nur noch selten sieht, aber immer in den Arm nimmt, wenn sie einem über den Weg laufen. Grundsolide und sehenswert.

Der nachfolgende Samstag begann ebenfalls erst später, da man sich mit mehreren Leuten die unnötige Niederlage und den dadurch noch unnötigeren Erstligaabstieg von Fortuna Düsseldorf anzusehen. Diese Schmach musste leider erstmal mit einigen Bieren getilgt werden, so dass wir erst zu „Ensiferum“ das Gelände betraten.  Nun, die Band machte einen guten Job auf der Bühne, konnte mich aber aufgrund der vorher erlittenen Schmach nicht wirklich trösten oder begeistern. Das die Band dennoch recht gute Stimmung gemacht hat, zeigten mir die Publikumsreaktionen, die die Jungs fett abfeierten.

Bei den nachfolgenden „D.A.D“ ging es dann schon etwas besser und die Dänen feuerten ein wahres Feuerwerk der guten Laune ab. Zahlreiche Hits, ein zu zahlreichen Späßen aufgelegter Jesper Binzer, der einen bekloppten Spruch nach dem anderen losließ und für viel Gelächter sorgte und eine fantastische Atmosphäre, sorgten für einen unvergesslichen Auftritt. Dazu waren die Showeinlagen der Kracher. Ein sich drehendes Schlagzeug und die skurrilen Bassgitarren von Stig Pedersen waren nur ein teil davon, nebst der Pyroeinlagen.
Ein großartiger Auftritt, der Entertainment und guten Hardrock perfekt miteinander verband. Grandios.

Das „Queensryche“ als Headliner danach nur verlieren konnten, war klar. Dennoch fanden sich zahlreiche Fans vor der Bühne ein und feierten den Samstagsheadliner nach allen Regeln der Kunst ab. Nun, der Gig war auch recht gut und hörenswert, allerdings auch perfekt zum runterkommen, nach dem zuvor gelaufenem Killerauftritt.

Danach war der Samstag auch schon vorüber und es ging wieder heimwärts.
Den Sonntag starteten dann für uns „Orchid“, die mittlerweile zu den Bands der Stunde gehören. Und deren Mischung aus Stoner Rock, Doom und klassischem Metal passte perfekt zur trockenen Hitze und der Nachmittagssonne. Der Sound war große Klasse, die Band fantastisch bei Laune und zeigte in der Dreiviertelstunde alle Register ihres Könnens. Ein toller Auftakt, für den letzten Festivaltag, den man sehr genoss.

Die nachfolgenden „Tank“ interessierten mich sehr. Hatte ich diese klassische Kapelle des NWOBHM noch nie gesehen. Und konnte ZP Heart von „Dragonforce“ die klassischen Songs tragen? Ja, allerdings auch nur mit Müh und Not. Zu unpassend war er halt für diese Band und das sahen zahlreiche andere Besucher ebenfalls so. Er machte zwar seinen Job recht ordentlich und gab sich wirklich alle Mühe, aber wirklich überzeugen konnte er nicht. Schade eigentlich. Aber in einer anderen Konstellation wäre es vielleicht besser gewesen.

Die nachfolgenden „Treshold“ schenkte ich mir, da Progressive Metal nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht. Vielen bekannten und Freunden zufolge soll es aber ganz gut gewesen sein.

Nun gab es mit „Sepultura“ den very Special guest des Abends. Nun, viele waren im Vorfeld recht kritisch, was die Jungs anging. Aber die Zweifel wurden rasch ausgeräumt. Denn selten hat man eine Band auf diesem Festival gesehen, die mit einer solchen Lockerheit auf der Bühne agierte und für richtig gute Stimmung sorgte. Moshpits überall, zahlreiche Headbanger auf den Rängen unterstrichen das ganze und das sorgte für einen großartigen Anblick. Die Mischung aus neueren Songs und auch alten Stücken sorge für gute Laune. Ob es das überraschende „Troops of Doom“ war, „Arise“, „Refuse/Resist“ und das Doppelpack in Form von „Biotech is Godzilla“ und „Policia“. Hier wurde von den Jungs ein geiler intensiver und energiegeladener Gig abgeliefert. Ganz großes Kino und mit eines der Highlights des Wochenendes.

Um die Umbaupause zu überbrücken, wurde der unvermeidliche „Mambo Kurt“ auf die Bühne gestellt, der seine musikalischen Witzchen auf seiner Orgel machte und auch sonst den Pausenclown mimte. Das ist zwar beim ersten Mal ganz lustig, aber leider hat sich der Gag schon lange verflüchtigt.

Nun wurde es aber Zeit für den heiß erwarteten Abschlussgig. Und nach langen Jahren hat es endlich geklappt. Man konnte „King Diamond“ verpflichten und gespannt wartete man auf diesen Gig. Und der ging gut los. Mit düsterem Intro und „The Candle“ startete ein wahrlich imposanter Auftritt. Das Bühnenbild ließ keine Wünsche offen. Eine düstere Hintergrundkulisse, in Form eines alten verfallenen Herrenhauses, mit Gitterstäben und Treppen drapiert. Im Hintergrund ein eindringlich leuchtendes Perntagramm und dazu viel Nebel, imitierten eine schöne gruselige Halloweenatmosphäre. Dazu ein sehr druckvoller und klarer Sound, der das ganze perfekt unterstrich. Doch alles wurde getoppt vom King. Denn der brillierte mit einer fantastischen Stimme. Jeder Ton saß, ja selbst die extrem hohen Passagen bekam er problemlos hin und sorgte für viel Erstaunen. Denn dass der King seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen leidet, die es ihm recht problematisch machen, längere Touren zu machen, ist ja schon lange bekannt.
Doch hier auf der Bühne wirkte er topfit. Gestik und Mimik sind perfekt und zeigten, welch toller Horrorentertainer „King Diamond“ eigentlich ist und wie beeindruckend das ganze rüberkommt.
Das Publikum, auch das eher zurückhaltende wirken dadurch sehr angetan von diesem Auftritt.
Das man dass ganze noch mit zwei Klassikern von „Mercyful Fate“ garniert, toppt das ganze noch.
Und mit „Come to the „Sabbath“ und „Evil“ schenkt man dem Publikum noch zwei echte Leckerbissen, die begeistert angenommen werden. „Eye of the Witch“ beendet dann den Gig, doch eine Zugabe muss noch drin sein. Man packt noch „Black Horseman“ aus und entläßt danach ein begeistertes Publikum in den dunklen Abendhimmel.

Fazit:
Auch das Rock Hard Festival 2013 war wieder ein großartiges Wochenende mit zahlreichen tollen Bands, einer super Organisation und viel Glück mit dem Wetter.
Und für das Jahr 2014 darf man gespannt sein, welche Bands man dieses mal aus dem Topf zieht.

Anwesend für euch waren Christine Weickenmeier und Holger Veenker.