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Konzert Review: Rock Hard Festival 2014

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Veröffentlicht am Donnerstag 07 August 2014 14:35:41 von madrebel
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Rock Hard Festival 2014

Amphitheater Gelsenkirchen 06. - 08.06.2014


Das Rock Hard Festival ist mittlerweile seit 2003 das wohl wichtigste Heavy Metal Open Air Festival im Ruhrgebiet und das nicht ohne Grund. Familiäres Flair, faire Preise, eine gute Organisation, lockere und professionelle Security, ein immer wieder abwechslungsreiches Line-Up und dazu ein wunderbarer Spaßfaktor.
Diese Komponenten machen seit dem ersten Festival den Erfolg dieses Festivals aus und so war es auch dieses Jahr an Pfingsten wieder soweit, dass zahlreiche Metalfans ihren Weg in das Gelsenkirchener Amphitheater fanden, welches drei Tage lang mit feinstem Wetter gesegnet war.

06.06.2014

Für uns begann der Reigen am Freitag mit den Death Metallern von „Decapitated“, die ein richtig fettes Brett auf die Bühne legten und schon für einen fantastischen Fanzuspruch sorgten. Die Jungs hatten echt Spaß und so waren die zahlreichen Mattenschwinger vollkommen in ihrem Element.

Kultig wurde es danach mit den Jungs von „Midnight“, die in bester Rumpelmanier dem Publikum eine Dreiviertelstunde lang einheizten. Musikalisch war das ganze eher in der tiefsten Hälfte der ersten Achtzigerhälfte angesiedelt und das brachten die Burschen auch verdammt gut rüber. Mit einem selbstgemaltem Backdrop, in Lederjacke, Patronengurt und mit Mönchsmaske gekleidet, rumpelten die drei Burschen sich durch einen herrlich gestümperten und hochsympathischen Auftritt, der mit einem wunderbar klischeehaftem verbrennen einer Gitarre endete. Ich bin danach zum Fan geworden.

Die nachfolgenden „Die Apokalyptischen Reiter“ sahen wir uns dann in aller Ruhe von hinten an. Meine Band sind sie schon länger nicht mehr, aber das Publikum vor der Bühne schien seinen Spaß zu haben. Der Auftritt war allerdings sehr solide, dennoch nicht mein Fall.

Mit „Tryptikon“ hatte man dann ein absolutes Highlight an Bord, welches wirklich jede Erwartung erfüllte. Düster, psychotisch und komplett misanthropisch kam der Auftritt von Tom G.Warrior und seinen Mitstreitern rüber und zog so ziemlich jeden in seinen Bann, der auch nur ansatzweise etwas für diese Art von Metal über hatte.
Zwischendurch gab es dazu die eine oder andere Ansage und Widmung. Letztere galt Götz Kühnemund, was äußerst respektvoll erschien, im Angesicht der Querelen, die hier allerdings nicht hingehören.
Das man sich nicht nur auf Neumaterial beschränkte, sondern auch alte Klassiker wie „Circle of the Tyrants“, „Visions of Mortality“ und als Klassiker von seiner Erstband „Hellhammer“ den Klassiker „Messiah“ spielte, war ein zusätzliches Highlight.
Die Band hatte damit am heutigen Abend den definitiven tollen Abschluss des ersten Festivaltages in der Tasche.
Respekt.

07.06.2014

Der zweite Tag begann für uns mit den kultigen Dänenmetallern von den „Pretty Maids“, die am frühen Nachmittag schon mal für richtig gute Stimmung sorgten. Kein Wunder. Der klassische Metal der alten Dänen ist und bleibt zeitlosund verleiht einem richtig gute Laune. Immer wieder gern gesehen.

Das dich nachfolgenden „Obituary“ nicht unbedingt für filigrane Hörer geeignet sind, dürfte klar sein. Aber das machte ganz und gar nichts. Die Floridadeather böllerten sich durch zahllose Klassiker, aber auch neueres Material wurde erfolgreich gezündet. Das stieß auf reichlich Gegenliebe und selbst diejenigen, die den Jungs nicht gerade nahe stehen, mussten doch zugeben, dass das ein fetter Gig war, den die Barnesbrüder hier soeben hingelegt hatten. Große Klasse.

Ein gern gesehener Gast waren die darauffolgenden „Sacred Reich“, die schon 2009 das halbe Amphitheater abgerissen hatten.
Sollte das heute auch klappen? Ja. Es sollte. Und das so herrlich locker und sympathisch, dass man die Jungs am liebsten mit nach Hause nehmen wollte. Denn die sympathischen und gesetzten alten Kultthrasher machten eine Stimmung, die sich gewaschen hatte. Sowohl alte Recken, als auch die junge Fraktion feierten die freundlichen Herren nach allen Regeln der Kunst ab und das gaben „Sacred Reich“ dem Publikum umgehend zurück. Insbesondere der immer gutgelaunte Phil Rind wirkte wie ein sympathischer Papa, der einfach nur gute Laune verbreiten wollte und das tat er auch. Ob es die freundlich witzigen Ansagen waren, oder sein lockeres auftreten. Fantastisch. So war es auch kein Wunder, dass man die Jungs heute als den heimlichen Headliner ansah.

Die darauffolgenden „Carcass“ hatten es dementsprechend schwer. Klar, natürlich hatte man sich auf den Gig der Grindcoreveteranen gefreut. Aber nach diesem lockerem Gig war es umso schwerer für die alten Recken, das zu übertreffen. Und um ehrlich zu sein und bei aller Fanliebe. Sie schafften es nicht. Der Gig war hatte zwar Klasse und viele tolle Momente, aber um ehrlich zu sein war das hier eher etwas für Spezialisten.
Dennoch schafften sie es bei den Nichtfans zu Achtungsapplaus und den Freunden der Band trotz alledem positiv anzukommen.

Damit endete dann auch schon der zweite Abend. Aber es sollte ja noch weitergehen.

08.06.2014

Der letzte Tag des Festivals brach an und auch heute ging es etwas später los. Man wird halt nicht jünger.

Der Tag startete für uns mit „Insomnium“, von denen wir allerdings nur noch die letzten Takte mitbekamen, was zu einer Wertung nicht ausreicht. Schien aber gut gewesen zu sein.

Passend zum warmen und sehr sonnigem Wetter standen dann die Stonerrocker von „Monster Magnet“ auf der Bühne und deren spaciger Sound ließ den einen oder anderen durchaus in weite Galaxien entschweben. Ob einige Fans der Band dazu sich der Hilfe der grünen Natur bedienten, kann hier nur vermutet werden. Verwunderlich gewesen wäre es allerdings nicht.
Und so gab es mit einigen neuen Songs, zahlreichen Klassikern und dem unvermeidlich wunderbarem „Negasonic Teenage Warhead“ einen Rausschmeißer par Excellence und lies den einen oder anderen noch herrlich beschwingt in fremde Galaxien schweben.

Die nächsten an der Reihe waren dann „Annihilator“.
Und meine Fresse. Knallten die den Besuchern einen vor den Latz. Klassiker um Klassiker wurde hier abgeschossen. Ob „King of the Kill“, „Alison Hell“; „Set the World on Fire“ und das reichlich umjubelte „Human Insecticide“. Hier wurden heute Träume wahr und die Jungs wurden umjubelt ohne Ende. Die Jungs um Jeff Waters waren hier heute definitiv für viele der heimliche Headliner und das auch zu Recht. Fetter Gig.

Da wir mit „Tesla“ nicht allzu viel anfangen konnten, begaben wir uns zu den hinteren Bierständen. Aber den Reaktionen zufolge, war der Auftritt wohl ganz ordentlich.
Als Ersatz für die kurzfristig ausgefallenen „Megadeth“, konnte man „Testament“ bekommen, was im Vorfeld durchaus für Wohlwollen sorgte.
Und so waren viele auf den Auftritt schwer gespannt.
Leider wurden die Hoffnungen für viele Fans der alten Recken schwer getrübt, da die Band offenbar im Vorfeld zu wenig Zeit zum proben hatte. Und das merkte man den Jungs auch an. Viele Timingprobleme beim Spiel, Textaussetzer und so weiter machten den Gig nicht gerade zu einem Highlight. Zwar versuchten die Jungs den Schaden zu begrenzen, aber viele Fans waren doch etwas enttäuscht vom Auftritt der Jungs.
Nichtsdestotrotz hatte ich persönlich meinen Spaß und in Anbetracht der kurzen Vorbereitungszeit für den Auftritt am heutigen Abend, war das ganze doch ganz solide.

Fazit:
Die Veranstalter haben es trotz aller kleineren und größeren Widrigkeiten wieder einmal geschafft, ein sehr unterhaltsames und spaßiges Festival auf die Beine zu stellen, welches auch wieder Vorfreude auf das Festival an Pfingsten im Mai 2015 macht.
Ganz großes Lob an die Macher.

Schreiber: Holger Veenker, Christine Weickenmeier