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Sonstige Festivals: Rock Hard Festival 2019

Veröffentlicht am Freitag 28 Februar 2020 19:40:29 von madrebel
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Rock Hard Festival 2019 Amphitheater Gelsenkirchen Ein Jahr vor├╝ber, Pfingsten steht an und das wichtigste Ruhrgebietsmetalfest des Jahres ist wieder am Start. Und auch dieses Jahr zollten wir wieder dem Amphitheater Tribut. Drei Tage Metal vom feinsten. Leider, wie sooft geht am Freitag der Beruf vor, weshalb ich erst gegen Abend das Amphitheater erreichte und demzufolge nur zwei Bands an dem Abend sehen konnte. Als erstes waren das Lizzy Borden, eine Legende der Achtziger, die insbesondere f├╝r Metalnerds interessant waren. Und eine gute Show, mit interessantem B├╝hnenoutfit, klassischen Songs und einer herrlichen Oldschoolattit├╝de unterhielten das Publikum. Pers├Ânlich fand ich die Band zwar richtig gut, aber f├╝r private H├Ârsessions doch eher verzichtbar. Anders beim heutigen Headliner. Black Metal vom feinsten von Watain, die eine gruselig d├╝stere Stimmung kreierten und insbesondere f├╝r die Schwarzheimer der Szene ein Ohrenschmaus darstellten. Die Oldschooler im Publikum r├╝mpften zwar die Nase, dennoch. Ein sehr cooler Gig, der zu gefallen wusste. Der Samstag begann f├╝r uns dieses Mal etwas fr├╝her und der Tag sollte sich wirklich lohnen. Es startete mit Heir Apparent, einer Kultband f├╝r Oldschoolmetalheads, die definitiv Spa├č am Auftritt hatten und gute Laune verspr├╝hten. Der Auftritt war kurzweilig und begeisterte insbesondere die Kuttenfraktion. Progressiv wurde es dann mit Symphony X, die auch nicht zum ersten Mal hier spielten und auch heute gab es keine Entt├Ąuschung zu vermelden. Ein spielfreudiger Auftritt, toller Sound nebst einem passenden Wetter, welches zum sp├Ąten Nachmittag perfekt die Stimmung aufbaute. Der wusste zu gefallen und bewies, weswegen soviele vor der B├╝hne standen. Ein Highlight. Zwiesp├Ąltig wurde es danach bei Skid Row. Einerseits f├╝llte sich das Theater auff├Ąllig, andererseits standen sehr viele kritische Fans vor der B├╝hne. Nun. Die Wahrheit lag wie immer in der Mitte. Nat├╝rlich wurden prim├Ąr alle alten Klassiker gespielt, nat├╝rlich war es auch richtig gut. Allerdings war es im Grunde der Auftritt einer sehr guten Coverband mit Dave Sabo als Originalmitglied. Keine Frage. Es war ein spa├čiger und kurzweiliger Auftritt, aber mehr auch nicht. So hatte man diese Band auch abhaken k├Ânnen. Anders war es dann bei Cannibal Corpse. Roh, ungeschliffen und brutal. Halt Floridadeath der alten Schule. George "Corpsegrinder" Fisher ist eine Legende, die stumpfe Intensit├Ąt spricht f├╝r sich und dementsprechend waren auch die Moshpits. Good friendly violent Fun, der selbst alten Pitrecken nochmal alles abverlangte. Mir machte das zusehen sehr viel Freude und mein Tageshighlight d├╝rfte gek├╝rt worden sein. Das sagen viele andere auch so und feierten die Jungs richtig ab. Das es danach f├╝r Gamma Ray nicht einfach werden d├╝rfte, lag auf der Hand. dennoch. Die Hanseaten bewiesen ihre langj├Ąhrige professionelle Erfahrung, welche sie f├╝r eine tolle Lightshow, eine gute Setlist aus alt und jung, nebst dem Willen, ein w├╝rdiger Headlinger heute zu sein, w├╝rdig ausf├╝llten. Kai Hansen, die alte Legende mal wieder auf der B├╝hne zu sehen, war mal wieder etwas besonderes, denn sooft sieht man die Jungs nun auch nicht mehr. Das Amphitheater war dementsprechend gut gef├╝llt und offenbar schafften es, noch einmal Restenergie aus der Menge zu kitzeln. Und insbesondere die Trueheimer hatten am heutigen Abend ihre helle Freude. So schlossen die Hamburger den Samstag w├╝rdig und rund ab und hinterlie├čen ein zufriedenes Publikum. Der Sonntag startete dann mit Visigoth, die wir unbedingt sehen wollten und wir wurden nicht entt├Ąuscht. Und so vergleichsweise frisch die Amerikaner auch sind, sie geh├Âren zu den Bands, die klassischen Metal stilvoll in die Neuzeit transportieren und demzufolge zu Recht abgefeiert und gelobt werden. F├╝r mich eines der Highlights am Wochenende. Danach gab es zwei Stunden Pause, die mit Einkaufsg├Ąngen auf dem Markt, Bieren und Gespr├Ąchen ├╝berbr├╝ckt wurden. Auch das geh├Ârt dazu. Nun kamen Fifth Angel. Nun. Klassischer Metal, der durchaus Kultcharakter hat und auch sch├Ân anzuh├Âren war. Aber ganz ehrlich. Letztendlich eine Band f├╝r die Puristen und absoluten Metalpuristen. Sch├Ân, wenn man die Chance hat, solch eine Band mal zu sehen, das war es aber auch. Mit klassischem Hardrock ging es dann weiter. Magnum waren an der Reihe und auch wenn diese Band wie ein Relikt aus einer alten Zeit wirkten, was sie ja auch irgendwie sind, war es dennoch klasse, diese Band zu sehen. Die alten M├Ąnner hatten n├Ąmlich richtig Bock auf Rock und bewiesen das auch. Selbst junge Leute, die zu den Hochzeiten der Band nicht einmal geboren waren, zollten den Herren Respekt. Zu Recht. Das war mal ein Musterbeispiel f├╝r gutes Handwerk. Toller Auftritt. Nun wurde es aber richtig voll im Rund des Amphitheaters. Possessed waren der Co-Headliner und meiner Treu. Diese Rolle f├╝llten die aber perfekt aus. Siebzig Minuten Death Metal alter Schule, ein Jeff Becerra, der im Rollstuhl mehr Energie verspr├╝hte, als manch trainierter Jungspund und dazu eine fantastische Band, die wirklich Bock hatte, diesen Auftritt legend├Ąr zu machen. Und das passend in Deutschlands Metalschmiede, dem Ruhrpott. Meine Fresse. Das war echt geil. Selbst Leute, die mit der Band nichts anfangen k├Ânnen, mussten respektvoll anerkennen, dass das hier gerade ein fetter Auftritt war. Und die Setlist war klasse. Einige neue Sachen, klar, aber Klassiker wie "The Exorcist", "Death Metal" oder "The "Eyes of Horror" d├╝rfen nicht fehlen. F├╝r die Augenzeugen waren die Jungs definitiv der heimliche Headliner und hatten alle Sympathien auf ihrer Seite. Gerne mal wieder. Anthrax hatten es danach als Headliner sehr schwer und offen gesagt. Trotz toller B├╝hnenshow, einem guten Licht und Sound und einer guten Klassikersetlist, wollte nicht mehr die gro├če Stimmung aufkommen. Eigentlich schade. Denn eine solche Legende verdient eigentlich mehr. Andererseits haben Anthrax auch ihre gro├čen Tage l├Ąngst hinter sich gelassen und die werden wohl auch nicht mehr wiederkommen. Und trotz einer gut aufgelegten Band, die alles gab, leerte sich das Amphitheater zusehend rasch. Schade, doch irgendwann ist es auch vorbei. Trotzdem. Sch├Ân war es, noch mal "Caught in a Mosh", "Madhouse", "I┬┤am the Law", "N.F.L" oder "Medusa" zu h├Âren. So endete das diesj├Ąhrige Rock Hard Festival und es war uns wieder eine Freude, dabei gewesen zu sein. Organisatorisch war es wie immer. Fanfreundlich, fair, stressfrei und Heavy Metal in jeder Form. Bis zum n├Ąchsten Jahr, Holger und Christine

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