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Sonstige Festivals: Rock Hard Jubiläumsfestival 2003

Veröffentlicht am Donnerstag 19 Juni 2003 17:09:40 von madrebel
phpnuke.gifVor 20 Jahren machten sich ein paar junge Metalfans auf, ein kleines Fanzine mit dem Namen „Rock Hard“ zu starten. In dieser Zeit entwickelte sich dieses kleine Fanmagazin zur größten Metalfachzeitschrift Deutschlands......
Rock Hard Jubiläumsfestival

07.06.2003 – 08.06.2003 / Gelsenkirchen Amphitheater


Vor 20 Jahren machten sich ein paar junge Metalfans auf, ein kleines Fanzine mit dem Namen „Rock Hard“ zu starten. In dieser Zeit entwickelte sich dieses kleine Fanmagazin zur größten Metalfachzeitschrift Deutschlands. Nun, 20 Jahre sind eine lange Zeit und wollen auch dementsprechend gefeiert werden.
Aus diesem Grund entschloss sich das Team eine kleine Geburtstagsfeier mit Livemusik auf die Beine zu stellen. Und diese Veranstaltung war dann wirklich eine würdige Feier für die Jungs vom Rock Hard. Knapp 5000 Besucher fanden sich ein um mitzufeiern, dazu eine ganze Reihe Bands die zum Tanze aufspielten.
Gleichzeitig hatte man eine Location für dieses Festival gefunden, die besser nicht sein konnte. Ein tolles Amphitheater, wo man wirklich von jeder Ecke hören und sehen konnte. Landschaftlich sehr schön am Rhein-Herne-Kanal gelegen, bot es auch etwas für das Auge.
Leider verpasste ich aufgrund der Tatsache, dass ich an dem Tag noch arbeiten musste, die ersten 4 Bands des Tages. Die Bands sollen allerdings bis auf Ausnahmen recht gut gewesen sein.
Ein Glück kam ich rechtzeitig zum Gig von „Nevermore“ an. Ein netter knapp einstündiger und relativ unspektakulärer Gig wurde dargeboten um Ex-„Sanctuary“ Fronter Warrel Dane. Richtig vom Hocker riss der Auftritt jedoch nur die Die-Hards, alle anderen saßen dann doch recht gelangweilt und teilnahmslos auf den Treppen des Amphitheaters. Einen neuen Song stellte man auch vor, und zwar „Create the Infected“ vom in Kürze erscheinenden neuen Album. Als Zugabe spielte man dann noch das umstrittene „Sounds of Silence“. Die doch recht eigenwillige Interpretation des „Simon & Garfunkel“ Klassikers ruft doch immer wieder heftige Diskussionen aus. Wie dem auch sei, ein netter Gig, nicht mehr und nicht weniger.

Die nachfolgenden Essener Kultthrasher „Kreator“ hatten danach einfaches Spiel. Die Truppe um den sympathischen Fronter Mille zog wieder alle Register ihres Könnens, und knallte einem Klassiker um Klassiker an die Ohren.
Sehr geil kam die Raucheinlage am Anfang des Auftritts. Knallig bunter Rauch, der in kürzester Zeit so ziemlich alles einnebelte. Sah optisch ziemlich klasse aus. Die Songauswahl war einfach klasse. So ziemlich jeder Ära der Bandhistory wurde gehuldigt und machte dies zu einem legendärem Auftritt. Gespielt wurden unter anderem : „Violent Revolution“, „Extreme Aggressions“, „Renewal“, der zum besten gehört was die Altenessener je geschriebenhaben.. Dazu kam dann noch „Terrible Certainly“, „Riot of Violence“, „Betrayer“ und „Toxic Trace“. Mille´s Ansagen waren einfach Kult. „Ihr seid nett,“ Und jetzt was brutales“, „Seid ihr faul ???? „. Ein fantastischer Gig der wohl besten Thrashmetalcombo Deutschlands.

Was jedoch danach kam, spottete jeder Beschreibung. „Anthrax“ bestiegen die Bretter und verbreiteten von Anfang an solch eine gute Laune, daß selbst dem letzten Miesepeter ein lächeln ins Gesicht gezaubert wurde .Scott Ian war mal wieder nicht zu bremsen und bewegte sich wie ein Brummkreisel auf Speed, John Bush sang wie ein Gott und über Charlie Benante´s Fähigkeiten an der Schießbude braucht man keine Worte mehr verlieren, er ist einfach ein Götterdrummer. Das Hauptaugenmerk der Songauswahl lag auf dem Material des neuen Albums, jedoch wurden die Klassiker nicht vergessen. Ob es „Caught in a Mosh“, „Antisocial“, Madhouse“ oder „Indians“ war. Die Menge war am toben , Moshpits allüberall, wildes Gehüpfe , kollektives Headbanging. Es ging ab wie Schmidt´s Katz. Leider fehlten Gassenhauer wie „Bring the Noise“ und alte Klassiker wie „Gung Ho“, aber man kann ja nicht alles haben. Auch hier kann ich nur sagen, toller Auftitt.

Jetzt war es dann aber Zeit für den Headliner. „Blind Guardian“. Die Krefelder hatten leichtes Spiel, da die meisten wohl wegen ihnen da waren. Dementsprechend war dann auch die Stimmung. Die Jungs aus der Seidenweberstadt wurden nach allen Regeln der Kunst abgefeiert, wie immer und die Songauswahl war auch recht ordentlich. Begonnen wurde der Auftritt mit „Nightfall“ und dann wurde reichhaltig in der Schatzkiste herumgewühlt. Ob es da nun „The Soulforged“ war, „Script for my Requiem“, „Majesty“ oder “Bright Eyes”. Die Jungs hatten einen Haufen guter Songs parat. Der „Bard´s Song“ wurde wie immer frenetisch abgefeiert und danach folgte dann sogar „The Bard´s Song-In the Forest“. Geil. Das Lied wurde gewiss seit Jahren nicht mehr live gespielt. Leider lag Hansi gesangstechnisch zeitweilig vollkommen neben der Spur,er witzelte jedoch darüber. „Bei uns gibt es keine falschen Töne“. Die Kultansage schlechthin war dann aber folgende : "Wir haben erfahren, dass ein Pärchen auf den nun folgenden Song geheiratet hat. den Namen haben wir leider vergessen. hier ist nun unser Geburtstagsständchen." Ich weiß zwar nicht mehr, welcher Song gespielt wurde, aber die Lacher hatte Hansi auf seiner Seite. Außerdem wurde dann noch recht frei Kennedy zitiert mit den Worten: „Ich bin ein Gelsenkirchener!“ Na dann.
Dennoch könnte sich die band mal neue Ansagen einfallen lassen. Sprüche wie z.b: „Ihr seid Weltspitzenklasse2 usw... wirken irgendwann ur noch peinlich, wenn man sie wirklich auf jedem Konzert bringt. Etwas mehr Phantasie bitteschön. Rausschmeißer waren dann noch „Imaginations from the other Side“ und „...and the Story ends.“ Ein angenehmer Auftritt bei wunderschönem Sternenhimmel.


Der Sonntag wurde dann von „Darkane“ eröffnet und die Jungs knüppelten direkt drauflos. Die schon anwesenden Headbanger hatten reichlich Spaß an dem rohem Schwedendeath Die Band fegte über die Bühne wie eine Herde wildgewordener Elche, dazuz dann noch Songs der Art von "Chaos Vs Order" und "The Arcane Darkness" machten die mittägliche Stampede perfekt. Geiler Einstieg.

Darauf folgten die Proggies von „Treshold“, die aber leider Pech auf der ganzen Linie hatten. Keine 20 Minuten gespielt und die Tore des Himmels öffneten sich sperrangelweit. Ein Regenguss kam herunter, der innerhalb kürzester Zeit den halben Platz unter Wasser setzte. Aufgrund der Gefahr von Kurzschlüssen musste dann der Gig abgebrochen werden. Außerdem hätte es ja auch schlimmer kommen können.
Ein Haufen Metaller hatten trotzdem ihren Spass, indem sie den Bühnenbereich als Badezuber zweckentfremdeten und jedem der nicht aufpasste, eine kalte Dusche verpassten. Besonders auf die holde Weiblichkeit wirde Jagd gemacht. Die Burschen hatten Spaß.
Glücklicherweise konnte das Festival mit ein wenig Verspätung fortgesetzt werden, was auch daran lag, dass die Bands jeder ein wenig ihrer Spielzeit geopfert haben, um wieder in den Zeitplan zu kommen.

Kurz nach 4 traten dann „Arch Enemy“ auf die Bretter. Angela Gossow, kölsche Frontröhre der Schweden wirbelte über die Bühne wie ein Derwisch. Die Schweden zeigten gleich, was die Stunde geschlagen hatte und vorne gab es das herrlichste Gemoshe. Stücke wie: „We will rise“, „Heart of Darkness“ und “Ravenous“ taten dabei ihr übriges. Einer der geilsten Gigs des tages.

„Soilwork“ waren für mich persönlich die positivste Überraschung des Festivals, was allerdings auch an dem genialen neuen Album liegt. Der Sound war klasse, die Stimmung fantastisch. Geile Songs. „“As we speak“,“Redectional“, kurzes anspielen von „Deep Purple´s“ „Black Knight“, es war einfach geil den Jungs zuzusehen.
Ob da eine neue Kultcombo heranwächst ? Wäre zu wünschen.

Danach folgte eine kurze Ansage vom Götz , wo er sich für die tolle Stimmung bedankte, gleichzeitig positiv anmerkte, dass er es klasse von den Leuten gewesen ist, wie cool und hilfsbereit man sich beim Regen verhalten hatte. Als er dann aber sagte, er würde sein grünes Handy vermissen, drehte der Herr Tontechniker nocheinmal richtig auf. Das Gelächter war natürlich groß, ob er es nun wiederhat weiß allerdings keiner.

Nun folgte aber der heimliche Headliner des Festivals. „Candlemass“. Und nach einem megaatmosphärischem Intro legten die Doomster direkt los. „Messiah Marcolin“ sang einfach göttlich, machte faxen und hatte immer einen coolen Spruch auf den Lippen. „Ich bin ein Doomkopf, nein, kein Dummkopf, ein Doomkopf.“ Der Klutspruch aus dem letztjährigen „Bang your Head“ durfte auch nicht fehlen. „Bang das Fucking Kopf Mann.“ Dazu hatte er auch einen Deal mit Gott, den der Regen hörte endlich auf. Ob es da doch jemanden gibt ? Wie dem auch sei, die Songs waren klasse, „Nightfall“,“Crystal Ball“ und „Mirror,Mirror“. Allerdings kennt er auch deutsche Volkslieder, denn als er anfing zu singen „Mein Hut der hat 3 Ecken“, gab es doch eine Menge Leute die eben dieses mitsangen. Einen Fauxpas´ erlaubte sich der Messias allerdings, als er „At the Gallow´s End“ ankündigte und „Solitude“ spielte. Auf jeden Fall ein legendärer Gig und absolut geil.

Die darauffolgenden „Sodom“, die für „Bolt Thrower“ eingesprungen schenkte ich mir dann, zwecks dringender Aufnahme diverser Gerstenkaltschalen.

Nun aber kam die Band, worauf die meisten Besucher schon gewartet hatten. „In Flames“. Mittlerweile sind die Jungs ja in aller Munde, Touren in den Staaten, Clips auf MTVIVA, usw...,sie sind echt gefragt. Wenn ich mich an die ersten Schritte erinnere in Deutschland, aber lassen wir das.. Auf jeden Fall wurden die Schweden vom feinsten abgefeiert und legten eine verdammt coole Show auf die Bretter. Die Masse war begeistert, die pyrotechnischen Effekte kamen immer zum passenden Zeitpunkt, und auch das Outfit hatte Stil. Alle mit weißem Hemd und Krawatte. Da freut sich der Schwiegervater. Der Sound war echt in Ordnung. Es passte einfach alles. Auch die Setlist konnte sich sehen lassen: Cloud Connected, Clayman, Watch them Feed, Episode 666, Reroute to Remain oder Colony, um nur einige zu nennen. Das Publikum war absolut begeistert und die Band hatte Freude am Gig, was man jede Sekunde merkte.
Auf alle Fälle ein geiler Auftritt einer wirklich guten Band.

Nun wurde es Zeit für den sogenannten Überraschungsgast. Tja, eine wirkliche Überraschung war es nicht, die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern- Und wer sollte es sein ? Niemand geringeres als „Doro Pesch“, die dann auch herzlichst angekündigt wurde.
Als erstes wurde „Burning the Witches“ gespielt, wobei sie von „Sabina Classen“ grunztechnisch begleitet wurde. Aber meine Güte, was hat die Frau gemacht ? Sie rannte über die Bühne wie ein Hippopotamus auf Ecstasy. Und was hat die gute zugelegt, aber was soll´s, dafür ist das Stimmvolumen um einiges größer. Trotzdem, es kam echt cool rüber. Bei „Für Immer“ gab es wieder reichlich Feuerzeuge, Tränen und Umarmungen. Es ist einfach ein schönes Lied. „All we are“ war dann der Abschluß, und sie zeigte es nocheinmal allen. Man mag ja auf Scheibe sagen was man will, aber live ist unsere quirlige Düsseldorferin eine Bank für gute Stimmung. Toller Auftritt-ybr>
Jetzt aber folgten „Saxon“. Und die Briten legten mal wieder einen supergeilen Gig auf die Bretter. Gute Songs, geile Stimmung, Band gut drauf und der Adler flog und blinkte. Herrlich.zu sehen, wie Biff das Publikum im Griff hatte. Bei der Songauswahl war man wie immer sehr großzügig. Ob eben die alten Gassenhauer wie: „Heavy Metal Thunder“, „Motorcycle Man“,“ Princess Of The Night“,“ Dogs Of War“ und „Denim And Leather“ gespielt wurden, oder man in die Mottenkiste griff , um „Battle Cry “ oder „Suzie hold on“ zu spielen. Es war einfach klasse den Briten zuzusehen, dazu muss man, wenn man bedenkt das die Sachsen am gleichen Tag in Mailand noch auf dem Gods of Metal gespielt haben, einfach nur noch doppelt Respekt zollen.
Auf alle Fälle haben „Saxon“ mal wieder bewiesen, dass sie zu einer der wohl besten Livebands im metallischen Sektor gehören. Die jubelnde Menge bestätigte auch wieder diese These, denn „Saxon“ wurde mal wieder großartig abgefeiert. Zum Schluß sangen noch „Frank Albrecht“ und „Götz Kühnemund“ mit und hatten richtig Spaß dabei.
Alles in allem sei gesagt, das dieser Auftritt ein würdiger Abschluss für diese Geburtsparty. war.

Fazit:
Ein äußerst gut organisiertes Festival, was man ruhig wiederholen kann.
Faire und fanfreundliche Preise. Ein Becher Bier 0,4 ltr. für 2,50€. Die Essenspreise hielten sich auch im preislichen Rahmen jeder Imbissbude. Da kann man nicht meckern. Es war möglich Tetrapacks mit auf das Gelände zu nehmen, wo kann man das sonst machen ? Die Security war immer freundlich und hilfsbereit. Die Merchandise-Preise waren absolut okay. 15€ bis 20€ für ein Shirt sind nicht zuviel. Dazu hatten „Kreator“, „In Flames“ und „Saxon“ für diesen Event extra Shirts drucken lassen. Sehr gut kam das im Schalkekönigsblau gehaltene „Saxon“-Shirt an. Ich habe zwar bei dieser Farbe die Krätze bekommen, aber objektiv betrachtet war es ein wirklich schönes Teil. Das Leibchen war zumindest sehr rasch ausverkauft.
Toiletten waren in ausreichender Zahl vorhanden. Das Problem gibt es ja immer wieder, aber auch hier hat man mitgedacht.
Leider war campen nicht möglich, was doch ein wenig stressig für einige wurde, die des Nachts dann noch in die umliegenden Städte fahren mussten. Aber wenn die Stadt Gelsenkirchen sich da quer setzt, kann man leider nichts machen.
Um es ganz kurz zu sagen, dieses Festival schreit nach einer Wiederholung. Allerdings würde ein Tag vollkommen genügen, falls es nicht doch möglich ist dort Zeltmöglichkeiten aufzutun.
Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, auf die nächsten 20 Jahre Rock Hard.

Madrebel

P.S:Grüsse gehen noch an Ariane, die Stammposter, Nicole und Freitag, Susi, Busman, Zoran, Mareike, Thorsten, Ralf, Thomas und allen anderen diei ch hier vergessen habe. War geil mit euch.


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Re: Rock Hard Jubiläumsfestival !!!
kann nur zustimmen,und danke das du uns erwähnt hast,war recht witzig,doch Candelmass fand ich nich so toll,In Flames waren sehr viel besser ... meiner meinung nach