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Wacken Open Air 2003: WACKEN OPEN AIR 2003 !!!

Veröffentlicht am Donnerstag 07 August 2003 18:39:09 von madrebel
phpnuke.gif„Alles wird besser…“ versprachen die Veranstalter nach dem letztjährigen Festival, nach dem es Proteste hagelte – wir prüften, ob die Wacken-Kogge wieder auf Kurs ist…













WACKEN OPEN AIR 2003 (01. – 03.08. 2003)


„Alles wird besser…“ versprachen die Veranstalter nach dem letztjährigen Festival, nach dem es Proteste hagelte – wir prüften, ob die Wacken-Kogge wieder auf Kurs ist

Wacken öffnete zum 14. mal seine Pforten, und bisher war es immer lustig. Außerdem versprach man nach dem organisatorischen Chaos vom letzten Jahr Besserung, eine Kontrolle der Preise auf dem Gelände und eine Limitierung auf 30.000 zahlende Besucher. Grund genug, das Zombiemobil für ein Wochenende in das PHM-Festivalmobil zu verwandeln und über Düsseldorf in den Norden zu fahren. In Düsseldorf angekommen den Rest Planet getroffen, eingekauft, ein paar lecker Bierchen und ab ins Kino. Dort amüsierten wir uns dann köstlich über „Terminator 3“, und nach ein paar weiteren Einschlafbierchen ging es in die Heia, schließlich lagen knappe 500 km vor uns…

DONNERSTAG:

Gegen 10 Uhr ging es dann los, und abgesehen davon, dass es recht warm war, war die Laune super – schließlich ging es zum größten Metal-Festival der Welt, auf dem wir auch die Jahre zuvor immer mächtig Spaß hatten. Die Ausgabe der Pressebändchen klappte auch noch wunderbar, und dann sollte es auf den Stammzeltplatz gehen. Die Schlange dorthin machte mich etwas stutzig. So weit noch kein Problem. Auf dem Gelände wollte uns einer der Ordner da allerdings einen Strich durch die Rechnung machen: Wir: “Unsere Kumpels campen da hinten!“ - Ordner: “Links runter!“ – Wir: “Aber das nutzt mir nix wenn die da hinten…“ – „Links runter!“. Gut, ich bin nicht aus Zucker, und das Zombiemobil hat auch die Schützengräben letztes Jahr am Sonntag überwunden, also bogen wir einfach ab und kämpften uns zu unserem Stammplatz durch. Dort dann Zelte ausgepackt, kurz entspannt, Welcome-Bierchen und dann vor die Bühne. Allerdings mit Pause: denn als wir eine Bekannte trafen, die wegen ihrem Geburtstag schon am Montag gekommen war, erzählte die uns, dass sie deshalb 30 statt 20 € Camp-Gebühr zahlen musste. Außerdem stünde der erste Headliner für nächstes Jahr fest: die „Böhsen Onkelz“! Herzhaft gelacht, Zettel unter die Nase gehalten bekommen, aufgehört zu lachen! Die ersten kündigten schon an, nächstes Jahr fort zu bleiben, weil sie weder auf die „Onkelz“ und vor allem noch viel viel weniger Lust auf das dazugehörige Publikum haben. Als wir uns gerade verabschiedeten, um auf das Gelände zu gehen, kommt ein Bekannter (mit grob geschätzt 3,2 Promille) an und lallte: “Vergesst es Jungs, das Gelände ist total voll!“ und schwankte von dannen. Und auch wenn das Gelände auf ihn wahrscheinlich deutlich voller wirkte (er sah vermutlich auch 6 Bühnen…) – als wir das Gelände sahen, blieben auch wir erst einmal wie angewurzelt stehen: Donnerstag Nachmittag war das Gelände mit bestimmt 20 – 25.000 Leuten gefüllt! Vor die Bühne kam man aber doch noch ohne Probleme, wo gerade „ANNIHILATOR“ spielten. Die hatte ich auf dem „Bang Your Head“ leider nur teilweise gesehen, aber immerhin gefielen sie mir ganz gut. Aber hier??? Offensichtlich hatte irgendein Roadie das Schlagzeug verschütt gehen lassen, und man hatte auf der Fahrt durch Wacken ein paar Töpfe und Blechmülltonnen eingesammelt. Ergebnis Original „St. Anger“-Schlagzeugsound, der Rest nicht viel besser (völlig uninspirierte Crossover / Nu Metal-Riffs…), ein Sänger der sich im Laufe des Festivals vielleicht mit viel bekleckerte, aber ganz sicher hier nicht mit Ruhm – alles in allem total enttäuschend! Also entschlossen wir uns, das erste frisch gezapfte Bier in Wacken zu genießen. Die Vorfreude war allerdings von kurzer Dauer: volle 3 € musste man für den 0,4er Becher auf den Tresen legen! (Zum Vergleich: BYH: 2,70 ; WFF 2,20) Außerdem trinke ich Bier gerne kalt als auch mit Kohlensäure, was bei diversen Ständen nicht immer der Fall war. Während „VICTORY“,spielten, mit denen ich noch nie etwas anfangen konnte, suchten wir dann den VIP-Bereich auf. Dort fragten wir Mitveranstalter Thomas u. a. nach den Preisen. Antwort: “Ist nicht teurer als letztes – also was willst du denn?“. Soweit gebe ich ihm recht – nicht aber wenn man verspricht auf die Preise zu schauen und dann mit dem Bierpreis deutlich höher als die anderen Festivals liegt. Und auch das Essen war teilweise unverschämt teuer (Döner mit Ansatz von Fleisch und kaum Gemüse drin: 4 €), wobei die Preise bei den Buden, die auch schon auf anderen Festivals waren dort wie immer waren. Nächstes Ärgernis: Merchandise! Während das Wacken Merchandise größtenteils in einem vernünftigen Rahmen lag, verlangten manche Bands wie „Slayer“, 28 € pro T-Shirt, und „Twisted Sister“ schlugen auf das gleiche Shirt wie auf dem BYH 5 € drauf, womit das Leibchen dann bei 23 € lag! Warum so was dann über den offiziellen Merch-Stand gemacht wird, ist mir schleierhaft. Aber offensichtlich hatte man gut kalkuliert, denn es fanden sich ausreichend dumme, die auch das bezahlten! Leute, wenn ihr so was unterstützt, braucht ihr euch nicht beschweren, dass euch die Musikindustrie das Geld aus den Taschen zieht!!!
(Zombie Gecko)
Eine kleine Überraschung gab es dann, nachdem „Victory“ ihren Set beendeten. Die NWOBHM Pioniere „Saxon“ gaben einen kurzen Überraschungsgig. Junge, Junge, was die da abgeliefert hatten war mal wieder richtig klasse. „Motorcycle Man“,“Denim and Leather“ und „Princess of the Night“, immer wieder gern gehörte Klassiker und immer wieder abgefeiert. Nun, es ist wirklich jedes Mal eine wahre Freude, den alten Männern zuzusehen..
(Madrebel) Den mittlerweile aufgestauten Ärger konnten dann auch „RUNNING WILD“ mit einem ordentlichen, aber nicht weltbewegenden Gig nicht wettmachen. Songs wie „Victory“ oder natürlich „Under Jolly Roger“ eigneten sich natürlich perfekt zum Mitgrölen, so dass der Spaßfaktor nicht zu kurz kam. Also unterhielten wir uns noch etwas mit Leuten aus aller Herren Länder, bevor man dann auf der Tour über den Zeltplatz noch diverse Pfötchen schüttelte, bevor es dann ins Zelt ging. Schönen Gruß an die Uni Bottrop, bei denen ich noch jemand suchte, und feststellen musste, dass man dort ungefähr 23 Zeltplätze hatte…
(Zombie Gecko)
Ich empfand den Auftritt der Hanseaten danach als recht entspannend und frustabbauend. Zwar traten die Erben Störtebeker´s ohne ihr übliches Piratenoutfit auf, wäre bei der Hitze auch zu warm gewesen, aber nichtsdestotrotz lieferte man eine ordentliche Metalshow ab, die dazu noch „Branded and Exiled“, „Bad to the Bone“, „Conquistadores“ und noch Knaller wie „Bad to the Bone“ und „Chains and Leather“ ab. Der Auftritt war zwar nicht überragend, aber zufriedenstellend. Hat Spaß gemacht.
(Madrebel)
FREITAG:

Nachdem auch heute wieder die Sonne gnadenlos herabbrannte, saßen wir nach dem Meet & Greet mit den restlichen eingetroffenen Bekannten noch unter dem Pavillon eines Metal-Clubs, und durch die Kombination aus massenhaft dummen Sprüchen, halbwegs kaltes Bier und jeder Menge Spaß dauerte es dann bis um drei, ehe ich mich mal in die Dusche begab. Die waren mit 2,50 auf üblichem Preisniveau, immer warm und vor allem relativ sauber, ebenso wie die Spültoiletten (zumindest in unserem Duschcamp, auf anderen sah das wohl teilweise anders aus). An dieser Stelle auch Lob für die Dixies, die man meistens benutzen konnte. Anti-Grüße auch an dieser Stelle an die Pfeifen, die entweder zu dumm oder zu besoffen waren, die Toiletten richtig zu benutzen! Wer die Türen mit seinen Exkrementen voll schmiert oder selbige um die Klobrille verteilt, ist weder cool noch Metaller, sondern ein Arschloch und eine Drecksau! Macht das doch bitte zu Hause!
(Zombie Gecko)
Mein Tag begann dann mit den Kultmetallern „Diamond Head“, die schon einige Leute ziehen konnten. Leider war der Sound recht baßlastig und dreckig, aber was soll´s ? Solche Legenden sieht man selten und das sollte genutzt werden. Logischerweise warteten alle auf die Songs, die eine gewisse legendäre BAY AREA Legende groß gemacht hatte. Als da wären „Helpless“ und „Am I Evil“, was mit einem unüberhörbaren Schlagzeugplayback eingeleitet wurde. Das klang schon klasse. Das der letzte Song trotzdem abgefeiert wurde, dürfte klar sein. Es war auf jeden Fall mal recht interessant, diese Legende zu sehen.
(Madrebel)
Deutlich besser wurde die Laune dann bei „TESTAMENT“, man konnte zwar das Konzert in Ludwigsburg nicht toppen, was aber wohl hauptsächlich an der Größe der Bühne lag, aber trotzdem war es beeindruckend, wie Chuck Billy die Menge im Griff hatte, strahlte von einem Ohr zum anderen und persönlich mit allen nach der Show ein Bier trinken wollte. Und spätestens als man ungefähr ab der Hälfte des Sets lauter Songs von „The Legacy“ auspackte, hatte man gewonnen! Songs wie „Into The Pit“ wurden in die Tat umgesetzt es wurde gedivt und gebangt und alle hatten ihren Spaß. Gelungener Gig!
(Zombie Gecko)
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Meinereinen zog es in der Zwischenzeit zu den „Apokalyptischen Reitern“, die mal wieder den Schalk im Nacken hatten. Fronter „Eumel“ tobte über die Bühne wie ein Derwisch, das Publikum feierte. Die sympathischen verrückten machten Laune ohne Ende und jeder hatte bei Nummern wie „Erhelle meine Seele“, „Iron Fist“ ;“Unter der Asche“ und das immer wieder gern gehörte „Metal will never die“. Sehr amüsant kam das einwerfen von Strand- und Fußbällen in die Menge, die ohne Ende flogen. Schade nur, dass es so schnell vorbei war.
(Madrebel)

„Gamma Ray“ zogen auf der Hauptbühne mal wieder alle Register ihres Könnens. Zwar waren die Hanseaten etwas statisch, heizten der Meute aber trotzdem ein. Sehr geil kam die aufwändige Lightshow. Die Songauswahl war auch okay. Besonders „Victims of fate“ und “Heavy Metal Universe” waren der Höhepunkt eines tollen Auftritts der einzig wahren “Helloween”. Einfach klasse.
(Madrebel)

??????????????????????????????? Wenn 50% der anwesenden Belegschaft (also Madrebel…) dauernd von einer Band schwärmen, schaut man sich die natürlich an. Aber „ASSASSIN“ „ hatten wohl nicht gerade ihren besten Tag erwischt. Mit dem Kommentar „Tankard“für Arme…“ begab ich mich dann rüber zu „IN FLAMES", wo ich zwar nicht vor die Bühne kam (weil: wenn man ohne Ende Leute auf das Gelände lässt, ist es logischerweise voll…), aber immerhin wusste ich jetzt die Videoleinwand zwischen den Bühnen zu schätzen! Gut, was Pyros betrifft kann man weder mit Venom mithalten noch sind In Flames in meinen Augen eine zwar überdurchschnittliche, aber nicht großartige Band. Die Anzüge, die man wohl auf der letzten Tour trug sind eingemottet, und so wurde in Schwarz gerockt. Und das richtig gut! Im Vergleich zum in meinen Augen relativ lahmarschigen Album drückte man ordentlich auf`s Gas, nutzte (soweit ersichtlich) die Bühne aus und spielte wieder deutlich härter als zuletzt. Gefiel mir recht gut, und auch das Publikum zollte ordentlich Respekt in Form von Applaus. Und auch wenn In Flames mich (v. a.) auf den letzten Platten nicht mehr sonderlich vom Hocker rissen, konnten mich Songs wie der Bandklassiker „Episode 666“ dann doch begeistern.

Moment lieber Zombie, die Jungs hatten zwar anfänglich einige Probleme in die Gänge zu kommen, aber nach einer Weile hatte man endlich den Faden gefunden. „ASSASSIN“ bekamen endlich die Kurve und legten einen recht ordentlichen Gig hin. Zwar hatte er nicht die Energie des Gigs in Düsseldorf, dennoch schafften es die alten Recken dennoch, die ganzen alten Fans zu begeistern. Auch wenn Fronter Robert Gonnella etwas heiser war, wohl viel Sonne und Hopfen getankt, war die Stimmung grandios. Die Setlist war identisch mit der in Düsseldorf, und auch hier vergaß man die beiden neuen Nummern nicht.. Insgesamt war es doch ein ordentlicher Auftritt, der zu begeistern wusste.
(Madrebel)

Jetzt wurde es aber langsam Zeit sich zur sogenannten „True Metal Stage“ zu begeben, denn es sollte gleich richtig rocken. So langsam füllten sich die Plätze vor der Bühne. Das schon einigen bekannte Intro: „It´s a long Way to the Top, if you wanna Rock´n´Roll” setzte ein und es ging los. Dee Snider tobte wieder wie von der Tarantel gstochen über die Bühne, machte Stimmung ohne Ende und die Schwestern ballerten dabei einen Knaller nach dem anderen aus der Schießbude und den Saiten. Mit „Destroyer“, „You can´t stop Rock´n`roll” und “Te Fire still burns” gelang ihnen das auch mühelos. Leider Gottes war ein Großteil des Publikums etwas flügellahm, was man jedoch eventuell auf die Hitze zurückführen könnte. Jedoch, wenn ein paar alte Herren auf der Bühne ihren Mann stehen können, und das fast 2 Stunden lang, dann können das die Fans auch. Oder werdet ihr langsam alt ???
Wie dem auch sei, das Zusammenspiel war perfekt, auch wenn es zwischen der einen oder anderen Person durchaus auf der Bühne knisterte. Nun, es ging weiter, „Twisted `Fuckin`Sister“ machten ihrem Namen alle Ehre und befriedigten die Hardcorefans immer mehr. Der Gig war trotz allem schweinegeil und als man die beiden Hymnen „We´re not gonna take it“ und „I wanna Rock“ anstimmte, gab es kein halten mehr. Dazu noch „Burn in Hell“ und ich wusste, so ein schlechter Ort kann die Hölle nicht sein, wenn es solch geilen Rock gibt. Auch wenn die Jungs nicht die Stimmung machen konnten wie 4 Wochen zuvor in Balingen, es war doch ein grandioses Erlebnis. Mit „S.M.F.“ beendeten die Schwestern ihren Auftritt und hinterließen ein zufriedenes Publikum. Hoffentlich kommen die bald wieder. Ich werde da sein.
(Madrebel)

Danach spielten auf der „Black Stage“ noch „SUBWAY TO SALLY“, die aber um diese Uhrzeit nur noch einige wackere Wackener mobilisieren konnten.. Leider, leider bestand die Setlist zum Großteil aus Stücken der letzten beiden Alben, was vielleicht nicht die beste Idee war. Auch wenn durch Lightshow es um diese Nachtzeit seinen Reiz hatte, ich hätte persönlich doch mehr als nur 3 Klassiker hören wollen. Insgesamt war es aber doch ganz nett die Potsdamer wieder live zu sehen.
Setlist:“Unsterblich“, „Knochenschiff“, „Mephisto“, „Die Schölacht“. „Kleine Schwester“, „Henkersbraut“, „Herrin des Feuers“ ,“Ohne Liebe“, Falscher Heiland“. Ach ja, „Julia und die Räuber“ durfte natürlich nicht fehlen. Danach schickte man das Publikum aber endgültig schlafen. Netter Auftritt, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen.
(Madrebel)

SAMSTAG:

Der Weckruf oder Gröler des Morgens kam dann aus dem rauen Organ von „Sabina Claassen“, ihres Zeichens Frontfrau von „HOLY MOSES“, die „SINISTER“ kurzfristig ersetzten. Was war passiert ? Auf der Hinfahrt zum Wacken muss sich wohl der Gitarrist der band mit den anderen gezofft habe und ist dann ausgestiegen. Sowohl aus der Band , als auch aus dem Auto. Wie dem auch sei. Man sprang kurzfristig ein. Leider ist mir kein Song mehr in Erinnerung geblieben, außer „Too Drunk too Fuck“, was eigentlich die „SINISTER“ Fronterin mitträllern sollte, aber sie hatte wohl verpennt. Nuja, wat soll´s ? Sabina bemängelte noch, dass man so früh ohne Frühstück noch kein Bier trinken sollte, weil es beschissen schmeckte, aber sie tat es trotzdem. Na dann, Prösterchen.
“TWISTED TOWER DIRE” machten später die „Party Stage“ unsicher , und zeigten den Jungspunden mal, was wirklicher Powermetal ist. Ja, die können das nämlich ohne billig und wie geklont zu wirken. Ohne Angst haben zu müssen, dass einem die Nüsse bei dem Geplärre einiger Kollegen aus dem Genre platzen. Viele sahen dies ähnlich und feierten die Jungs nach allen Regeln der Kunst ab. Zum Schluß gab es mit „The Trooper“ noch ein ordentliches „IRON MAIDEN“ Cover und das war´s dann auch. Ach ja, die Kinder eines der Bandmitglieder waren auch kurz auf der Bühne. Ja Leute, das ist der Nachwuchs. Fördert ihn.
(Madrebel)

„MASTERPLAN“ bewiesen, ähnlich wie in Balingen, welch begnadeten Fronter man in seinen Reihen hatte. Hier wurde der Heavy Metal wirklich zelebriert und ohne Ende Party gemacht. Kein Wunder, wenn man eine so geile Debütscheibe im Rücken hat, kann man auch wenig falsch machen. Dazu noch Stücke wie „Bleeding Eyes“ und „Crawling from Hell“ und der Nachmittag ist perfekt. So macht das Spaß.
(Madrebel)

„SOILWORK“ konnten mich heute allerdings nur mäßig begeistern. Das lag allerdings nicht an der band, sondern schlicht und einfach daran, dass ich von der Hitze geplättet erst mal etwas sitzen musste. Dadurch entging mir leider ein Großteil des Gigs, allerdings behielt ich noch „As we speak“ und „Natural Born Chaos“ in Erinnerung.. Schade, aber eigene Schuld.
(Madrebel)

Jetzt aber wurde es Zeit für gnadenloses Gemetzel. Und unterlegt mit einem megadüsterem Intro erklommen „KATAKLYSM“ unter infernalischem Gejubel die Bühne und die Kanadier legten gleich ohne Umschweife los. Ein Killerriff jagte das nächste, Fronter „Maurizio Iacono“ röhrte und brüllte alles in Grund und Boden. Moshpits und wildes Haarefliegen allerorten. Das war schon geil. Und es bei dieser Bullenhitze es noch heißer werden zu lassen, das ist schon eine Kunst. Absoluter Knaller was der kanadische Vierer da hinlegte. „Shadows & Dust“, „Illuminati“ und andere Knaller machten es den Jungs allerdings auch verdammt leicht der Meute einzuheizen. Unter anderem stellten die Kanadier noch 2 neue Stücke vom im nächsten Jahr erscheinenden Album vor. Und die hörten sich schon mal recht vielversprechend an. Da kommt was auf uns zu. Letztendlich bleibt nur zu sagen, dass die Kanadier hier einen absoluten Killergig abgeliefert haben. Grandios.
(Madrebel)

Nun wurde es aber Zeit für eine lange Pause, der Magen knurret, die Kehle war trocken. Grillfleisch und lauwarmes Bier standen bereit, also, erstmal erfrischen.

Nach einiger Zeit ging es dann zurück zum Festivalgelände und hier erhält das Wort der werte Herr Zombie Gecko.

„NILE“ machten dann, als es zum Glück etwas kühler wurde zwar Spaß und spielten sicherlich ihren persönlichen Gig des Lebens, denn ein Publikum von ca. 20.000 Leuten dürfte die Band wohl kaum mehr so schnell haben. Allerdings war das auch das Manko des Auftritts: irgendwie wirkte die Band auf der großen Bühne etwas verloren, und außerdem hatte ich die Songs etwas schneller in Erinnerung. Trotzdem kann die Band den Gig sicher auf der Habenseite verbuchen. Und im Grunde genommen hatte man eh keine Chance: immer voller wurde das Gelände, als es langsam Zeit wurde. Für wen? Für die größte Thrash-Band aller Zeiten, die Helden, die Götter oder was auch immer Tom Araya, Kerry King, Jeff Hannemann und Dave Lombardo sind. Und nachdem wohl fast jeder „SLAYER“ in den letzten Jahren auf irgendeinem Festival gesehen hatte, wussten alle was sie erwartete: ein Sound und Songs, die alles in Grund und Boden spielen, die ersten Reihen komplett zum ausrasten bringen und auch beim fünften oder sechsten mal live noch knallen ohne Ende! Aber erst einmal hieß es warten, während das Gelände immer voller wurde und die Anzahl der Besucher schon fast beängstigende Ausmaße annahm. (Offizielle Schätzungen sprachen von 55.000 Menschen – angesichts einer angeblichen Limitierung ein Witz, dass es sich hier um nur 30.000 Leute handeln sollte!) Aber die Herren Rockstars hatten Zeit… Wahrscheinlich musste man sich von der zehnminütigen Autogrammstunde erholen oder ähnliches, vielleicht waren auch die geforderten Drogen nicht rechtzeitig da. Mit zwanzig Minuten Verspätung betrat man die Bühne, drosch in die Seiten – und ungläubiges Staunen! Ein Sound wie in einer Halle für ein paar hundert Leute, der sich stark danach anhörte, dass „SLAYER“ lediglich über die Backline spielten! Das kann passieren, aber dann gehe ich davon aus, dass das auch behoben wird. Nichts! Keiner der Veranstalter kam auf die Bühne und entschuldigte sich für das Problem. Mr. Araya war laut Berichten aus den ersten Reihen nicht mehr zu einer Konversation fähig, und so brachten „SLAYER“ ihren kompletten Auftritt ohne eine Ansage durch. Vor der Bühne war der Sound ja wenigstens noch annehmbar, weiter hinten wohl kaum mehr und frustriert gingen wir etwas trinken. Bedingt durch ein menschliches Bedürfnis musste ich kurz weg – und als ich zurück kam, waren „SLAYER“ verschwunden! Zugaberufe wurden geflissentlich ignoriert, man spielte gerade mal 70 Minuten, keine einzige Ansage, Sound kaum als solcher zu bezeichnen – diese Show „SLAYER“ war ein Schlag ins Gesicht aller Fans (manchen hat es trotzdem gefallen, aber die haben „SLAYER“ wohl noch nie live gesehen…)! In dieser Verfassung können mir die Herren „SLAYER“ den Buckel runterrutschen und bei ihrer Ankunft mich dann gleich noch am Arsch lecken! Eine gewisse Arroganz gestehe ich den Jungs ja zu, aber wer dann noch Interviews abliefert wie Mr. King im EMP-Magazin, der soll sich mal bitte überlegen, wer seine (mittlerweile eh nur noch durchschnittlichen) Platten kauft!
Auf Party-Gegröle mit „ONKEL TOM“ hatten wir nach diesem Reinfall dann auch keine Lust mehr (außerdem ist das mittlerweile auch etwas ausgelutscht!), und so tranken wir vor dem Zelt dann noch ein paar Gerstenwarmschalen, um dann frustriert ins Zelt zu kriechen…
(Zombie Gecko)


SONNTAG:

Nachdem dann endlich Platz war, ging es (endlich) wieder gen Heimat. Krönender Abschluss eines nun wahrlich nicht als gelungen zu bezeichnenden Festivals war dann der 14 km lange Stau vorm Elbtunnel! Welcher geistige U-Bootfahrer sperrt bitte halb Hamburg für ein Radrennen und leitet den Verkehr dann auf eben jene Autobahn, über die etwa 50.000 Leute müssen??? Ansonsten gab es dann zum Glück nur noch zähen Verkehr, so dass wir um 17 Uhr endlich duschen konnten.
Fazit: während es auf dem Zeltplatz wie gewohnt recht witzig war, konnte einem der Spaß auf dem Gelände recht schnell vergehen, vor allem weil es viel zu voll war! Und ob man sich mit den Onkelz für nächstes Jahr einen Gefallen getan hat, möchte ich auch bezweifeln! Immerhin starteten manche spontan eine Unterschriftenaktion: „Maiden statt Onkelz“. Sicher ist auf alle Fälle, dass das Wacken Open Air kein familiäres Metalfest mehr ist, sondern eine (wenn auch gut organisierte) Massenveranstaltung!
(Zombie Gecko)

Fazit: Die Negativkritiken der letzten Jahre hatten die Veranstalter sich zu Herzen genommen, besonders was die sanitären Einrichtungen betraf. Die waren reichlich vorhanden und meistens sauber. Allerdings gibt es jedoch einige Zeitgenossen die anscheinend ihre gute Kinderstube an der Kasse abgegeben haben. Wenn man meint, gegen die Wand einer Toilette scheißen zu müssen und damit auch noch schöne Skulpturen zu malen ( mag zwar künstlerisch wertvoll sein,aber nur wenn man Joseph Beuys heißt), oder an Wände schiffen zu müssen und die Pinkelrinne nur 2 Meter entfernt ist, muss man sich doch Gedanken über das Benehmen einiger Leute machen. Krank.
Die Essenspreise haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert, war aber an vielen Ständen doch recht gut, was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft. Aber warum 3€ für ein 0,4 Ltr. Bier günstig ist, bleibt mir ein Rätsel. Alles in allem muss man aber sagen, perfekt organisiert, aber das familiäre Feeling der früheren Jahre ist leider flöten gegangen. Trotzdem werde ich wieder fahren. Auch wenn die Verpflichtung der Onkelz nicht unbedingt die klügste Idee war, aber ich lasse mich überraschen und vielleicht macht man sich unnötige Gedanken und es wird eine coole Rock´n´Roll Party.

Grüsse an: Mele (Endless Pain) und Sabine, Rainer, Hanni, Queenie, Zamira,Tom, Susi, Ariel, Busman, Bentheim, Altöl, RH-Stammposter, den französischen Tankard-Fan, den schwedischen Tätowierer und die Mexikaner. Und an die, die ich evtl. vergessen hab…

Für euch feierten, bangten und schwitzten Madrebel, Zombie Gecko Und Endless Pain.


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Bilder
Falls ihr euch wundert, daß es noch keine Bilder gibt: der Grund liegt daran, daß selbige (zumindest auf meinen Filmen nix geworden sind. Problem nämlich: wir hatten zwar einen Photopass - aber in den Photograben durfte nur eine kleine Schar handverlesener Photografen, für kleinere Magazine galt: Photopass = man darf Photo auf`s Gelände mitbringen. Durfte aber jeder andere auch - und aus der Entfernung kann man das bei der Menge Leute einfach vergessen... Passte natürlich irgendwie zum Rest das Ganze...