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Konzert Review: WESTFALEN FESTIVAL MIT GOD DETHRONED - DIE APOKALYPTISCHEN REITER - SUIDAKRA - A

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Veröffentlicht am Dienstag 16 Oktober 2001 18:19:11 von madrebel
phpnuke.gifGod Dethroned / Die Apokalyptischen Reiter / Suidakra / Ages Gone

06.10.2001

Dortmund Live Station

Im Rahmen des allmählich zur Institution werdenden Westfalenfestivals, spielte auch der Metal eine große Rolle.......
Und aufgrunddessen, begab ich mich dann auch in die kleine aber feine Livestation, direkt am Hauptbahnhof von Dortmund.
Begonnen wurde dieser Gig dann auch recht pünktlich um halb sieben, mit den Kölnern von "Ages Gone", eine wie ich meine, recht interessante Band. Anfänglich beäugte ich sie recht skeptisch, besonders wegen ihres gewöhnungsbedürftigen Mixes aus Deathmetal, irgendwas jazzigem, und sonstiger Klänge, die sie selbst als Doom/Death/Avantgarde bezeichneten.
Was das auch immer sein mag. Auf jeden Fall gefielen mir die Songs der Kölner von Minute zu Minute besser, und liessen nicht nur mich anfangen, in leichtes Headbanging einzufallen.
Tja, über die Band was zu sagen, ist mir hier nicht möglich, da ich sie bislang kaum kenne.
Was mir besonders auffiel, war der Keyboarder, der wenn er nicht gerade spielte, ständig am rumhüpfen und abmoshen war, war echt geil, auch der Sänger, der mit seinen Rastalocken eine gute Figur machte.
Die Musik hinterließ zwar gemischte Meinungen, die von "Echt Klasse", bis zu "Was´n das für´n Scheiß?" gingen, aber letzten Endes fand ich, daß die Musik sich durchaus anzutesten lohnt.

Als nächstes kam die mittlerweile zu einem Vierer geschrumpften "Suidakra" auf die Bühne, und man merkte schnell, daß sie eine der Hauptattraktionen dieses Abends waren.
Was mich persönliich allerdings am meisten interessierte war, wie die Jungs ohne das fehlende Keyboard funktionierten. Tja, und das Ergebnis war, wie soll ich sagen, fantastisch.
Die Songs kamen um einiges druckvoller rüber und zudem viel räudiger und dreckiger als früher.
Auch der neue Drummer machte trotz diverser Timingprobleme seinen Job echt gut, aber wenn man nur 3 Wochen hat, um die Songs einzuüben, kann das wohl keiner besser machen.
Der neue Mann an der Schießbude scheint ein wahrer Glücksgriff zu sein für die Band.
Höhepunkte dieses Gigs waren das "Skyclad" Cover, "The One Piece Puzzle", was vom Ex-Mitglied "Marcel" wunderbar dargeboten wurde, der sich gleichzeitig zu diesem Zweck, den 6-Saiter von Gitarrist "Germano" auslieh, es schien eine willkommene Pause für ihn zu sein.
Der Song kam unglaublich gut an, und das Publikum ging nicht nur bei diesem Song richtig mit. Der zweite Höhepunkt, war das neue Stück "Pendragon´s Fall", der zwar ohne Text versehen war, der kommt dann noch, der aber durchaus als ein Heißmacher auf das neue Album verstanden werden kann.
Der Song hatte was thrashig folkiges, und wenn die gesamte Scheibe in diese Richtung gehen sollte (Was ich stark hoffe), könnte dies durchaus eines der HIghlights im nächsten Jahr werden.
Nach etwas über 40 Minuten beendeten dann auch "Suidakra" einen stark umjubelten Gig, denn man nur als absolut gelungen charakterisieren kann.
Playlist: Wartunes Strayed in nowhere, Havoc, Pendragon's Fall(Neu), The well of might, Gates of nevermore, Dragonbreed

Jetzt war die Frage, konnte es noch besser werden ?
Ja, es konnte, und wie. Schon die zahlreich in der Umbaupause skandierten "Reiter,Reiter" Rufe, zeigten heute, wer hier der Herr im Hause werden sollte, und so war es dann auch.
Die anscheinend , seit dem im Frühjahr stattgefundenen "Metalstorm" Festival zum Kult gewordene Standuhr, schmückte hier wieder die Bühne, und durch selbige betraten "Die Apokalyptischen Reiter" dann auch selbige.
Und von Anfang an zeigten die Reiter wo der Hammer hängt.
Zum Glück war der Drummer wieder fit, denn dieses Dilemma aus dem Frühjahr,war mir noch in Erinnerung, auch wenn dieses eines der geilsten Konzerte meines Lebens war.Nachzulesen im "Metalstorm" Review aus dem Frühjahr. Nur "Eumel" ging es noch nicht 100%ig, aber dafür gab es dann eine Ersatzgitarristen mit dem illustren Namen "Herr Schmidt", stand da etwa die "Subway to Sally" Geigerin Pate ? *g* Wer weiß das schon. Auf jeden Fall war dies sein erster Gig mit der Band, und der funktionierte einfach klasse.
Die Stimmung während des gesamten Gigs war einfach super, ein Gepoge,Rumgemoshe und Stagediverei waren die Folge. Ganz negativ hervorzuheben war jedoch diese Pappnase von Ordner, der meinte auf eine absolut unpassend aggressive Art und Weise, diverse Stagediver von der Bühne schubsen zu müssen, der sich nach diversen Malen den Unmut des Publikums als auch der Reiter zuzog. Was für ein Depp.
Ganz besonders abgefeiert wurde der Song "Metal will never die", der von allen lauthals mitgegrölt wurde.
Leider wurde das vielfach geforderte "Dschinghis Khan" nicht gespielt, da es der Band verboten wurde, diesen von "Ralph Siegel" produzierten Schlager zu spielen, weil sonst, ganz viel Ärger, nuja, er hat ja dafür geglaubt, mit einem aufgepumpten Hungerhaken was anfangen zu können, mittlerweile hat sich das ja erledigt, tja, das ist der Fluch der Reitermania, hätte er es bloß nicht verboten, hätte Ralphie jezt viel Spaß.
Nach 45 Minuten war dann auch dieser Spass vorbei, leider, aber sie kommen bestimmt bald wieder.

Als letztes kamen dann noch "God Dethroned" auf die Bühne. Leider bekam ich dan nicht mehr allzuviel von denen mit, da ich von meiner Begleitung genötigt wurde, gen Heimat zu fahren. Was ich jedoch von den Deathern mitbekam, war recht gut. Hoffe, daß sich mir nochmal die Gelegenheit bietet, den Jungs zuzusehen.

Fazit: Ein echt cooles Konzert, was auch recht gut besucht war, zwischen 600 und 700 Personen dürften dort gewesen sein. Sowas sollte es öfters geben.

madrebel

P.S: Dank noch an Doro für die leckere Flasche Dortmunder Union Pils, war lecker.


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