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Emsland Festival 2005 Meppen Emslandstadion
Datum: Montag 11 Juli 2005 22:15:12
Thema: Festivals


Premiere im Emslandstadion in Meppen. Zum ersten Mal fand eine Veranstaltung dieser Größenordnung in Meppen statt und es kamen direkt ca. 12000 Besucher zu diesem Festival.
Das Line-Up konnte sich ja auch sehen lassen. Die Toten Hosen, die Topnewcomer Silbermond, Die Happy und die Lokalmatadoren aus Haren/Berlin und vermutlich das nächste große Ding El*Ke.








Emsland Festival / 09.07.2005 / Meppen Emslandstadion


Premiere im Emslandstadion in Meppen. Zum ersten Mal fand eine Veranstaltung dieser Größenordnung in Meppen statt und es kamen direkt ca. 12000 Besucher zu diesem Festival.
Das Line-Up konnte sich ja auch sehen lassen. Die Toten Hosen, die Topnewcomer Silbermond, Die Happy und die Lokalmatadoren aus Haren/Berlin und vermutlich das nächste große Ding El*Ke.

Pünktlich um halb sieben begannen dann „El*Ke“ ihren Auftritt und meiner Treu, das war wirklich nicht schlecht, was der emsländische Exildreier auf die Beine stellte. In der knapp bemessenen halben Stunde,bewiesen die Jungs auch, das sie einiges drauf haben. Insbesondere die aktuelle Single „Adrenalin“ wusste live sehr zu überzeugen. Insbesondere der rotzige Gesang von Frontmann Peter weiß zu überzeugen und die gesamte sehr alternative und punkige Ausrichtung der Musik kann eine Menge. Auch die geilen Riffs von Gitarrist“Mücke“ und das geile Drumming von „Hubi“ gibt dazu einen derben Wumms. Der Rest der Songs war allerdings nicht minder schlecht. „Was machen wir bloss“,“Wilder Westen“. Ganz sicher, von den Jungs wird man gewiss noch einiges hören. Verdient haben sie es aber auch, nach der langen und harten Arbeit, die die Jungs hinter sich haben.
Guter Auftritt.

Weswegen „Die Happy“ ihren größten Hit „Supersonic Speed“ schon zu Beginn verschießen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Und insgesamt war der Gig weder Fisch noch Fleisch. Zwar machte die Truppe um Rockröhre Martha gute Party, aber insgesamt kam da nicht wirklich was rüber. Schade, das hat man auch schon besser erlebt. Ob der Zenit der Truppe schon überschritten sein sollte? Hoffen wir es nicht und man hatte nur einen schlechten Tag.

Viele ironische Kommentare, sowohl verbal, als auch durch Transparente mussten sich „Silbermond“ gefallen lassen. Zu Unrecht, denn ich war wirklich überrascht wie gut sich der Vierer präsentierte. Selbst war ich auch erst sehr skeptisch, denn der angesagte Alternative-Rock der Oberlausitzer ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Aber live kam das verdammt gut und das überraschte mich wirklich. Man spielte eine Stunde und in der Zeit auch die gesamte Bandbreite an Hits wie „Optimisten“,“Symphonie;“Durch die Nacht“ etc. Insbesondere Frontfrau Stefanie wirkte sehr sympathisch, trieb das Publikum immer wieder an und flitzte auch sonst, wie von der Tarantel gestochen über die Bühne. Für mich, neben „El*Ke“ der klare Gewinner des Abends.

Jetzt kam es endlich zum langerwarteten Hauptact. „Die toten Hosen“ kamen nach kurzem Intro auf die Bühne und rockten von Anfang an mit „Auswärtsspiel“ direkt los. Das emsländische Publikum war begeistert und Fronter Campino machte trotz des Rippenbruchs am Vorabend richtig gut Party. Respekt, andere hätten den Gig abgesagt. Auch das emsländische Publikum ging richtig gut mit. Campino war um lustige Sprüche und Anekdötchen nicht verlegen. Insbesondere was die Meppener Stadtgeschichte und den 30jährigen Krieg anbelangt. Allerdings konnte er sich einen fußballerischen Seitenhieb nicht verkneifen, indem er sagte, schön in einer Stadt zu spielen, wo der Verein noch schlechter dasteht, als der eigene.
Negativ jedoch war, dass sich der Düsseldorfer Vierer mehr auf das Standartprogramm, als auf alte Klassiker beschränkte.
Okay, dass hat schon Spaß gemacht, aber da hätte mehr kommen müssen als das übliche „Hier kommt Alex“, “10 kleine Jägermeister“ etc. Und an sich war der Gig nicht schlecht, aber eben blieb da ein negativer Beigeschmack. Trotzdem, zwei Stunden haben die Jungs gespielt und das hat sich trotzalledem gelohnt. Die Besucher hatten jedenfalls sichtlich Spaß am Gig und machten dementsprechend Stimmung.
Hat Spaß gemacht.
Organisatorisch war das Emsland Festival gut organisiert, preismäßig hat man sich an den anderen großen Festivals orientiert. 2,50€ für ein 0,3 sind aber soweit okay. Ob man aber harten Schnaps verkaufen sollte, darüber kann man sich streiten. Das Shuttlebus-System funktionierte recht gut, da hat man von Anfang an alles richtig gemacht.
Unter diesen Voraussetzungen sollte man diese Veranstaltung wiederholen. Wäre gewiß eine Bereicherung für das Emsland.

madrebel







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