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Spirit Descent Interview
Datum: Sonntag 07 November 2010 11:06:49
Thema: Interviews


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1.Hallo. Erstmal danke, danke für dieses richtig geile Album. Ich bin ja anscheinend nicht der einzige,
der bei der Scheibe abgeht. Wie fühlt ihr euch bei solchen Reaktionen?

Moin moin, wie wir bei uns im Norden sagen....und vielen Dank für die Blumen bezüglich „Doominion“, es tut wirklich gut, zu wissen, dass die Scheibe zu begeistern weiß. Es gab ja einige sehr positive Reaktionen, was uns natürlich auch sehr freut. Dank der guten Arbeit unseres Labels Eyes Like Snow und unseres Vertriebes sowie der Promoagentur hat „Doominion“ ja einen recht grossen Verbreitungsgrad, es wurden zahlreiche Zines bemustert, viele Reviews sind sehr gut ausgefallen, es waren allerdings auch einige dabei, die eher verhalten waren, eines sogar richtig schlecht, was ich aber mal auf die Inkompetenz des Schreiberlings zurückführe, da sich diese Kritik in ihrer Gesamtheit von allen anderen unterscheidet und der Schreiberling einen eher zweifelhaften Bezug zum Metal zu haben scheint, klassischer Fall von „in die falschen Hände geraten“. Selbst, wenn die Endwertung hier und dort nicht so gut ausgefallen ist, wurde uns zumindest immer handwerkliches Können und
vor allem Leidenschaft attestiert. Ich meine, Höchstwertungen in allen Zines kann eine Doom-Band, welche gerade ihr Debut veröffentlicht, nicht erwarten, das wäre ja auch grössenwahnsinnig. Wie gesagt, wir freuen uns sehr über positive Kritiken, einige haben uns ja förmlich in den Sitz gedrückt, ich persönlich dachte manchmal sogar...“meint sie/er wirklich unsere Scheibe ?“...und war erstmal ziemlich platt. Die berühmte „Luft nach oben“, von der hier und da die Rede ist, lässt einen ebenfalls entspannt den nächsten Veröffentlichung entgegensehen, lieber so, als ein allerorts abgefeiertes Meisterwerk als Erstling abzuliefern, welches nicht mehr getoppt werden kann und keinen Raum für Entwicklungen lässt....Wir wollen ja auch keine „One Hit Wonder“-Band sein, abgesehen davon, dass man im Doom Metal von solchen Phänomenen eh nicht sprechen kann.

2.Was bewegte euch dazu, den Titel "Doominion" für die CD zu wählen? Der Titel wirkt ja irgendwie schon etwas düster,
trist und zerstörerisch. War das auch euer Hintergedanke, als ihr diesen Titel gewählt habt?

Eine Kollegin von Dir von einem anderen Online-Mag hat den Titel der Platte schon sehr treffend mit „Herrschaft des Schicksals“ interpretiert und damit einen Volltreffer gelandet. Auf der einen Seite sollte der Titel auch dementsprechend wirken, da die Texte fast ausschliesslich von menschlichen Emotionen, dunklen Gedanken und Visionen handeln. Wenn man sich die Ereignisse der heutigen Zeit und die Entwicklungen der Menschheit betrachtet, besteht auch nur wenig Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Das klingt natürlich erstmal sehr vernichtend, ist allerdings nur ein Teilaspekt.
Auf der anderen Seite wollten wir mit dem Titel gleich klarstellen, um welche Musik es sich handelt, ein zugegebenermassen etwas plakatives Statement, aber auch sehr wirkungsvoll. Wo DOOM draufsteht, ist auch DOOM drin, im gewissen Sinne ist der Titel also auch eine Huldigung an die Musik, die wir lieben und leben, die Absicht, niemals aufzugeben und konsequent auf dem eingeschlagenen Pfad zu folgen, steckt ebenfalls in dieser Aussage.
Einige Leute hatten auch durchaus bemerkt, dass es sich um eine Anspielung auf eine Macht in einer sehr bekannten Science Fiction-Serie (nämlich Star Trek) handeln könnte, auch diese Interpretation ist durchaus richtig.
Jan, unser Sänger, hatte im ersten Augenblick einige Bedenken bezüglich des Titels, da er befürchtete, wir würden etwas zu sehr „auf den Putz hauen“, das ist meiner Ansicht nach aber nicht der Fall, da übertriebene Selbstdarstellung nicht zu unseren Charaktereigenschaften gehört.
Letzten Endes muss jeder für sich entscheiden, wie er einen Plattentitel interpretiert und welche Gedanken derjenige damit verbindet, Fakt ist, wir wollen den Hörer schon anregen, unsere Musik zu fühlen und auch darüber nachzudenken, da wir unser Wirken nicht als reine Unterhaltung betrachten. Doom Metal sollte eine Botschaft beinhalten, die weit über den reinen Konsum der Musik hinausreicht, man könnte fast sagen, wir sehen uns eher in der Tradition der E-Musik, als nur der reinen U-Musik zu frönen. Beim Komponieren bevorzuge ich persönlich auch die Herangehensweise eines klassischen Musikers, allerdings ohne diese bei Klassikern oft verbreitete Notationsfixierung und dem Kleben an der Theorie, dem buchstäblichen Taktstock im Arsch. In Musik und Text transformierte Emotionen und Erfahrungen, welche auch gerne etwas tiefer gehen dürfen und nicht nur die Oberfläche streifen, so könnte man unsere Musik bezeichnen. Das heisst nun wiederum nicht, dass wir ausschliesslich zum
Lachen in den Keller gehen, ein klarer Verstand ist uns allerdings wichtiger, als benebelte Spaß-Visionen umzusetzen.

3.Eure Songtitel, "Land of Tears", Stranger on Earth" oder "A new Dawn" haben ja schon recht bedeutungsschwangere Titel. Worum genau geht es in den Texten?
Mir liegt hier leider kein Textblatt vor, sonst würde ich da nicht fragen.

Das Textblatt könnte ich bei Interesse gerne nachreichen, da wir (abgesehen von der Promoauflage) sämtliche Texte mit ins Booklet eingearbeitet haben, da es uns wichtig ist, dass selbige auch gelesen werden.
Wie schön erwähnt, geht es in den Texten, welche entweder von Jan oder mir stammen, um menschliche Emotionen und Erfahrungen, manche sehr tief gehend und persönlich, andere eher als Vision. „Land Of Tears“ zum Beispiel ist die Geschichte eines aus einem Krieg heimgekehrten Soldaten, welcher, hochdekoriert mit Orden, das Töten eines Kindes aufgrund der Tatsache, dass er „einfach nur Befehle“ befolgt hat, nicht vergessen, geschweige denn verarbeiten kann. Seine Träume und Visionen führen ihn immer wieder zurück an den Ort des Krieges und stürzen ihn immer aufs neue ins „Land der Tränen“. „Stranger On Earth“ ist inspiriert von Schopenhauer, Jan beschäftigt sich auch gerne mit Literatur, um die Inspirationen, die ihm das Leben bietet, zu ergänzen und beinhaltet den vielsagenden Satz...“book of life....let me learn....from you“, welches genau diesen Umstand beschreibt. „A New Dawn“ ist wiederum mein Werk, in dem ich meiner Gefährtin danke, welche mich
mit ihrem verständnisvollen aber auch kämpferischen Wesen aus einer sehr dunklen Zeit der Krankheit (ich hatte vor gut 2 1/2-Jahren eine Art Schlaganfall) herausgeführt hat, wäre sie nicht gewesen, ich weiß nicht, ob ich die Kraft gefunden hätte, mich zu motivieren, um überhaupt wieder Musik machen zu können. Sie hat meinen Willen mobilisiert, die Lähmungserscheinungen zu bekämpfen, damit ich wieder in der Lage sein konnte, meine Instrumente zu spielen und somit einen neuen Morgen zu sehen.

4.Wie lasst ihr euch musikalisch inspirieren, bzw. zu den Texten? Das ihr aus dem hohen Norden kommt,
dürfte da wahrscheinlich weniger ein Grund sein, oder?

Sowohl als auch, denn einige der musikalischen oder lyrischen Inspirationen kommen aus der unmittelbaren Umgebung, aus der uns umgebenden Natur. Ein Tag an der Ostsee kann sehr inspirierend wirken, auf der anderen Seite lassen sich auch einzelne Gesten oder Handlungen der Menschen, welche mich umgeben, sehr gut musikalisch und textlich bebildern. Durch meine Augenkrankheit bin ich weniger ein optisch orientierter Mensch, wenn ich jemanden beschreibe, dann lieber mit einem kleinen Soundtrack als die- oder denjenigen auf unmittelbare äussere Eindrücke festzunageln. Viele Geschichten sind aber auch bereits in meinem Kopf vorhanden und warten nur darauf, in Form von Klängen umgesetzt zu werden. Ich gestehe, dass ich eine gewisse Form von Autismus in mir trage, welcher mich immer wieder dazu bringt, die eher schweren, epischen, intensiven Gedanken umzusetzen. Mein Kopfkino ist also eher monumental. Meine berufliche Laufbahn besteht zum Teil auch aus Kompositionen bzw. der Musikauswahl
für Image- und Werbefilme, das sogenannte Musikbett spielt für mich eine sehr wichtige Rolle. Ich bringe in einem solchen Fall so gut wie nie platte, stumpfe, heitere 08/15-Träller-Musik in Spiel, General Midi muss also draussen bleiben.
Auf manche mag das etwas überzogen wirken und eher hinderlich für die Umsetzung kommerzieller Interessen, aber ich kann nun einmal nicht aus meiner Haut, Finanzielles ist für mich sekundär, der künstlerische Aspekt, die Umsetzung von Visionen ist dabei weitaus wichtiger.
Einige von denen, die es nicht verstanden haben, glaubten doch tatsächlich, wir würden mit Spirit Descent unseren „Helden“ nacheifern, so als hätten wir uns die Scheiben unserer „Vorbilder“ immer wieder angehört und aus dem Material das beste herausgepickt, das ist, salopp gesagt, totaler Bullshit !
Aß zwei Künstler, welche sich unabhängig von räumlichen und temporalen Dimensionen im gleichen Metier bewegen, vermutlich ähnliche, wenn nicht sogar die selben Inspirationen in sich tragen, kann man nicht ausschliessen, deshalb aber dem einen Künstler vorzuwerfen, er hätte vom anderen kopiert, weil er eventuell einmal das Werk des anderen betrachtet bzw. angehört hat, halte ich für sehr weit hergeholt.
Allerdings poche ich auch nicht auf absolute Individualität, da es gewisse Traditionen gibt, welche auch wir ausleben. Doom Metal ist im gewissen Sinne sehr konservativ und das ist auch gut so, da so die Gefahr der kommerziellen Verwässerung geringer ist. Persönlich empfinde ich es auch nicht als kretivitätshemmend, auf die „klassische“ Instrumentierung Drums, Bass, Gitarren, Gesang zurückzugreifen und auf Keyboardspielereien oder Geigenparts sowie Samples zu verzichten, da eine gewisse Form von Minimalismus einen mehr herausfordert als die Möglichkeit, das ganze Material mit atmosphärischen Spielereien aus der Dose zuzukleistern.

5.Ihr kommt ja, wie ich gelesen habe, nicht unbedingt alle aus der metallenen Ecke.
Siehst du das für euch als Band auch als Vorteil und als zusätzliche Inspiration?

Du spielst wahrscheinlich auf unseren Drummer Guido Preussner an, da er eine Zeit lang bei Nicht-Metalbands agiert hat.Er hat, wie wir alle, dennoch einen metallischen Ursprung, wobei er von uns allen den weitesten musikalischen Horizont besitzt. Ich finde es nicht falsch, wenn gerade ein Drummer sich auch mit jazzigen Stilarten oder lateinamerikanischen Rhythmen auseinandergesetzt hat, statt immer nur und ständig Doublebassattacken zu üben, selbige beherrscht er allerdings auch ohne Probleme, ich denke, auf der nächsten Scheibe wird er es auch häufiger demonstrieren;-).
Im Laufe meiner musikalischen Karriere habe ich auch nicht immer „nur“ in Metalbands gespielt, allerdings habe ich, egal, welche Musik es war, immer eine mindestens rockige Richtung mit epischem oder psychedelischem Einschlag bevorzugt.
Was unseren mann hinter den Kesseln betrifft, bin ich mir absolut sicher, dass wir seine spielerischen Fähigkeiten und musikalischen Horizont als Vorteil werten können. In der Phase des Songwritings bastle ich mir meistens via Rechner Drumparts zurecht, da ich jahrelang als Produktionsassistent im Rosenquarz-Tonstudio gearbeitet habe, weiß ich schon genau, wie Drummer ticken, weshalb ich schon grob erahnen kann, was möglich ist. Guido übertrifft meine Erwartungen aber immer wieder aufs Neue, da die Songs nicht in der klassischen Proberaumsituation entstehen, sondern wir die fertig ausgearbeiteten Drumparts immer erst später zu hören bekommen, ist es jedes mal ein Erlebnis, einen fertigen Song mit allen Beteiligten und allen Inspirationen zu hören. Überhaupt, Thema Songwriting: Wie sicherlich schon an der vorherigen Frage zu erkennen war, ich schreibe die Songs in der Regel im Alleingang, das ist einfach effizienter und bremst einen nicht aus, erspart einen auch Diskussionen
im Proberaum. Das heisst jetzt nicht, dass ich als Gröfaz mit Taktstock und Notenblättern meinen Bandkollegen traktiere, haargenau die vorgegebenen Muster einzuhalten, im Gegenteil, jeder bringt sich so ein, wie er möchte, weshalb sich auf den folgenden Veröffentlichungen bestimmt einiges verändern wird. „Doominion“ war mehr oder weniger ein Alleingang von Jan und mir, Guido kam erst in der Produktionsphase zur Band, inzwischen sind wir ein Quintett und ich bin selber sehr gespannt darauf, wie unsere Songs in der aktuellen Besetzung klingen werden. Auf Grund grösserer Entfernungen hatten wir nämlich leider noch nicht die Gelegenheit, in kompletter Mannschaftsstärke zu proben.

6.Was persönlich bedeutet Doom für dich/euch? Was ist eure eigene Definition des Begriffes Doom?

Doom ist die grossartigste, schwermütigste, erhabenste, schönste Musik auf Erden, vollendete, dunkle Tonkunst in epischer Reinkultur, puristisch und ehrlich. Diese Ehrlichkeit ist es auch, was den traditionellen Doom Metal von anderen Stilarten wie zum Beispiel dem Gothic Metal unterscheidet. Während in gotischen Gefilden oftmals Wert auf Äusserlichkeiten, Effekthascherei und Gejammer um des Jammers Willen Wert gelegt wird, ist der Doom-Künstler eine echte Persönlichkeit.
Für den dummen und ungebildeten Zeitgenossen ist Doom nur ein altes Computerspiel, jene, die in dem Begriff die Musik erkennen, verbinden ihn oft mit reiner Langsamkeit, was immerhin in groben Zügen durchaus richtig erkannt wird. Allerdings wirkt Doom für viele Menschen eher langweilig und monoton, weil selbige einfach nicht in der Lage sind, sich intensiv mit Gefühlen auseinanderzusetzen, sondern nur der nächsten, schnellen Unterhaltung hinterherjagen. Dabei ist es auch nach physikalischen Gesetzen ganz klar ersichtlich, dass sich Ausdruckskraft am besten auf moderatem Wege durchsetzt, sprich: ein intensiv gespielter Ton hat eine gehaltvollere Aussage als eine Reihe von schnell gespielten Tönen.
Doom ist ausserdem ein Spiegelbild des Lebens, es gehört schon eine gewisse Lebensart bzw. Einstellung zum Leben generell dazu, um sich als „Doomer“ bezeichnen zu können. Der in „ordentlichen“ Verhältnissen aufgewachsene, brave Bürger, dessen Leben immer in geraden Bahnen verlaufen ist, welcher einen Job hat, der ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt und der aus diesem Grunde natürlich nicht über sein Umfeld, das Leben und die Welt nachdenkt, sondern immer artig das nachplappert, was ihm die Obrigkeit vorkaut, findet unter Garantie keinen Zugang zum Doom. Dieser Mensch findet sich höchstens, falls er tatsächlich musikalische Ambitionen hegt und gerne einmal den Rebellen raushängen lassen würde, im günstigsten Falle in einer zweitklassigen Stoner-Rock-Band wieder.
Liebe Stoner-Rock-Fans, vor allem die „Political Correctness“-Fraktion unter Euch, versteht mich bitte nicht falsch, ich mag einige musikalische Vertreter Eurer Zunft sehr, aber „Stoner Rock“ hat nunmal in meinen Augen nicht im Ansatz diese gewaltige Urkraft, die dem klassischen Doom als Basis dient. Abgesehen davon, dass ich den eben erwähnten Begriff („Stoner Rock“) nicht mag, da er eine künstlich erschaffene Schublade ist.

7.Okay, was ist für euch mittlerweile nervig in der Szene, worauf könnt ihr gar nicht und womit kommt ihr super klar?

Erstmal das Positive, fast schon im Gegensatz zu der Philosophie der Schwermut, die der Doom-Szene gerne unterstellt wird. Ein Festival wie zum Beispiel das „Doom Shall Rise“ ist wie eine rituelle Zusammenkunft von Eigeweihten, wo noch der Musik und der Lebensart gehuldigt wird statt der in der Metalszene inzwischen viel zu weit verbreiteten Selbstdarstellung. Das gefällt mir sehr, da man unter Gleichgesinnten auf intelligente Art und Weise diskutieren kann, statt sich mit den irrelevanten Fußballergebnissen des letzten Bundesligaspieltages auseinandersetzen zu müssen. Ja, Fußball ist unwichtig, nennt mich ruhig einen intellektuellen Spinner.Punkt.
Nun zu den nervigen Aspekten, insofern man von solchen überhaupt sprechen kann. In der letzten Frage erwähnte ich ja bereits die inzwischen sehr weit fortgeschrittene Meinung, die Stoner-Rock-Szene gehöre zur Doomszene....nun....in diesem Falle bestehe ich einfach darauf, dass ein grosser Teil der klassischen 80ger Heavy Metal-Bands ebenfalls dazugerechnet werden !

Worauf ich eigentlich hinaus will: Inzwischen wird ALLES, was einigermassen den Kriterien entspricht in den Doom-Topf geworfen, es wird in politisch korrekter Manier fast alles akzeptiert, was einem vor die Füsse geworfen wird, ich gehe mal davon aus, dasssssss ein Affe, dem man eine tief gestimmte Gitarre um den Hals hängen würde, ihn direkt vor einemplatziertrtrtrtrtt, welches natürlich eine herrliche Feedbackorgie zur Folge hätte, ebenfalls von manchen Leuten als der Doom-Affe bezeichnet werden würde....“voll Drone, ey...is ja geil...“...NEIN, ist es NICHT, das ist KEIN DOOM ! So manches Drone-Zeugs ist eh eine recht merkwürdige Erscheinung, zählt komischerweise zum Doom dazu, ist aber weder melancholisch, noch erhaben, hat keine Aussage und keine Struktur ...sondern ist einfach nur tieffrequenter, akustischer Müll. Was soll das ? Vor allem, wenn man solche „Musik“ dann auch noch auf ultralimitierten LPs findet, um den individuellen Undergroundstatus des
„Künstlers“ krampfhaft besonders hervorzuheben....BITTE, irgendwann ist es auch mal gut, ein klein wenig mehr Intoleranz und Abgrenzung bewirkt in diesem Fall Wunder, „Gesundschrumpfung“ heisst das Zauberwort....

8.Mit welchen Bands würdet ihr gerne mal die Bühne teilen, wenn ihr die Chance dazu hättet?

Ganz kurz und direkt beantwortet: Ich träume von einer Tour mit Solstice, Procession (aus Chile) und Atlantean Kodex....ich denke, das wäre eine recht feine Kombination...;) Klingt auch gar nicht so unrealistisch, da gewisse Verbindungen bereits vorhanden sind......

9. Habt ihr noch ein paar letzte Worte?

...sprach er, lud durch und schoss.....

Im Ernst, normalerweise schleudere ich dem geneigten Leser an dieser Stelle immer ein „Follow the path of doom....and never surrender !“ entgegen, dieses mal soll das Motto allerdings nicht als Abschluss-Statement dienen.

Im Laufe des Interviews habe ich mich hier und da etwas spöttelnd geäussert (die mir sehr verhasste Emo- und Metalcorefraktion kam dieses Mal leider etwas zu kurz...;)), weshalb ich an die Intelligenz und den gesunden Menschenverstand (ja, auch die Fraktion „PC and vegan“ ist gemeint;)) der Leserinnen und Leser appelliere, ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen und nicht alles ZU ernst zu nehmen.
Ernst nehmen wir allerdings unsere Musik, weshalb ich mich bei jedem, der „Doominion“ als Doom-Fan (oder auch werdender Doom-Fan)käuflich erworben (statt im Netz heruntergeladen) und uns als einen Teil der Doomszene somit unterstützt hat, aufrichtig bedanken !

DOOMIGST
Andreas







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