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Fun Stuff: "Ich mach`s mir selber!": MET-REZEPT

Veröffentlicht am Samstag 10 Januar 2004 11:49:48 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifFür alle, die ihren Met in Zukunft selber machen wollen gibt`s hier jetzt ein Rezept! Verbesserungsvorschläge werden natürlich gerne angenommen!
Das Rezept ist für 25 Liter, für kleinere / größere Mengen einfach umrechnen, das Verhältnis Wasser / Honig kann man je nach Geschmack natürlich ändern!


Man braucht:
- Gärballon 25 Liter (gibt`s gelegentlich günstig im Sperrmüll, in Weinhandlungen wird das teuer!), gebraucht zwischen 5 und 35 Euro
- Gäraufsatz / Gärröhrchen, am besten Raiffaisenmarkt (ca. 5 Euro)
- Pro Liter Met ein Glas naturtrüben Honig (übliche Größe) , je nach Geschmack auch mehr – austesten! Das schaut nachher zwar nicht aus wie der gekaufte weil unfiltriert, funktioniert aber angeblich besser! (Preis ???)
- Rohrzucker, eine Packung (500 g?)
- Gärhefe (für Portwein!) aus der Apotheke (Bad Kinzinger oder so ähnlich), muss meistens bestellt werden, ca. 2,50 Euro
- am besten mehrere größere Töpfe
- Trichter
- einiges an Zeit und einen Raum wo man den Gärballon in etwa bei Zimmertemperatur lagern kann
- zum abfüllen nach der Gärzeit empfiehlt sich ein dicker Schlauch zum ansaugen und ablaufen lassen – das Zeug stinkt und klebt ziemlich….


ANSETZEN:

- Honiggläser in einem Topf mit warmem Wasser warm machen, damit der Honig flüssig wird. Ein Topf wo 4 Gläser rein passen ist recht geschickt, dann muss man die Platte nicht immer ausdrehen und hat immer Honig-Nachschub (aber den Ablauf muss natürlich jeder für sich regeln…
- wenn der Honig flüssig ist mit etwa halben Liter (s.o.) warmem Wasser zusammenschütten und unter rühren erwärmen (nicht kochen!), bis sich der Honig vollständig im Wasser gelöst hat! (Kleiner Tip: Fenster auf, sonst riecht nachher die Wohnung wie ein Bienenstock!)
- die Mischung in den Gärballon schütten, darauf achten, das nichts anderes im Ballon landet (immer abdecken, sonst sind Fliegen drin!)
- dieses Spiel so lange machen bis Ballon voll ist (und das dauert…)
- halbe Packung Rohrzucker reinwerfen, zumachen, Gärballon schwenken damit sich Zucker auflöst (andernfalls halt vorher mit in den Topf werfen…)
- Gärballon verschlossen hinstellen und abkühlen lassen (1-2 Tage), wenn halbwegs auf Zimmertemperatur das Fläschchen Gärhefe reinschütten (20 ml sind da drin glaub ich)
- Und jetzt warten


Etwa 8 Wochen das Gebräu stehen lassen, vielleicht gelegentlich mal schauen ob das auch schöne Bläschen macht (das soll so sein!!!), aber nicht groß dran manipulieren – wenn Dreck rein kommt war der ganze Aufwand umsonst! Nach einiger Zeit wird sich beim riechen ein leicht beissender, alkoholischer Geruch einstellen – das ist ok, auch wenn es nicht so riecht! Nach etwa acht Wochen wird die Bläschenbildung weniger, sobald diese (fast) ganz zum erliegen gekommen ist die zweite Hälfte des Rohrzuckers hineinwerfen und noch ein bis zwei Tage warten (evtl. etwas mehr Zucker – Geschmackssache).


ABKOCHEN

Jetz kommt der Spannende Teil:

- Met zumindest bis Flasche etwas leerer ist mit dem Schlauch ansaugen (nicht aussaugen!!!!) und in großen Topf / Töpfe füllen.
- die trübe und hefig riechende Brühe unter rühren LANSAM erwärmen
- VORSICHT: nicht gleich mehrere Töpfe gleichzeitig aufsetzen, man muss das Zeug gut im Auge haben!
- So lange erwärmen, bis das ganze klar wird (ganz klar wird es nicht!), keinesfalls kochen, sonst gibt`s Honigwasser statt –wein!
- Probieren, aber immer (!) mit frischem Löffel (wg. Verkeimung), wenn halbwegs klar umfüllen und erkalten lassen
- Möglichkeit 1: in sauber gespülte Flaschen (Glas!!!), sofort zuschrauben und kalt werden lassen, ist beinahe vakuumverschlossen, hält sich lange (zumindest Wochen bis 3 Monate), hat den Nachteil, das sich wie beim Weizen Hefe absetzt, die man schlecht weg bekommt
- Möglichkeit 2: Kanister mit Ablauf, da lagert sich Hefe auf dem Grund ab, Met kommt beinahe sauber heraus; allerdings hohe Gefahr von Verschmutzung, dann kippt das gute Zeug und man findet Fliegen drin
- Möglichkeit 3: sofort trinken – führt allerdings zu übelsten Bauchkrämpfen und ist nicht zu empfehlen!

Jetzt heisst es noch mal etwa zwei bis drei Wochen warten!

Jetzt ist der Met fertig, man kann ihn kalt und warm trinken. Kalt ist allerdings die Gefahr, das man bei großen Mengen ebenfalls bereits erwähnte Bauchkrämpfe bekommt. (Es gibt wohl eine Möglichkeit, die Hefe komplett abzutöten, allerdings ist diese mir nicht bekannt! Wer was weiß: BITTE MELDEN!!!!) Beim Ausschütten langsam und mit Gefühl vorgehen, dann bleibt die meiste Hefe in der Flasche.
Halbwegs filtern lässt sich die Hefe, indem man den Met durch bis 3 Lagen Geschirrtücher laufen lässt.
Beim Warmmachen genauso wie Glühwein nicht kochen, vor allem bei „jungem“ Met Vorsicht mit der Dosierung – auch hier sonst eventuell Bauchschmerzen!

Viel Spaß & Erfolg
Zombie

Kommentare zu diesem Artikel
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Re:
Ey klasse!

Niewieder sone Schweine-Kohle ausgeben *tanz*

Mit nen paar Röhrchen könnt man das vielleicht sogar stilecht abdestilieren *grübel*
Re:
durch beigabe von kieselsol wird die hefe abgetötet flockt aus und setzt sich unten ab der rest ist klar und kann mit schlauch abgesaugt werden
wenn man die wirkung der hefe nicht unterbricht is das ungesund für den magen-darm bereich
kann je nach veranlagung keine folgen haben oder eben auch nicht =)
Re: Met
Hi!
Hier meldet sich ein absoluter Laie in Sachen Met (oder sonstwas) selber machen :-)
Habs trotzdem mal nach Anleitung probiert, ging soweit auch gut. Nur: da ich mich an den Wortlaut diverser Anleitungen gehalten habe, und da NIRGENDWO stand, dass in dieses Bläschen am Gährrohr oben Wasser reinkommt um es Luftdicht zu machen, hab cih das auch nicht gemacht.
Jetzt hat der Met im Gärballon angefangen zu schimmeln.
Allerdings wächst der Schimmel (ein paar kleine Flecken) nicht mehr seitdem ich eben Wasser in die Bläschen rein habe.
Meine Frage: alles wegkippen und neu anfangen, oder kann man den Schimmel "abschöpfen"?? Befrüchte ja fast es steht ein "Reset" an...
Re: Met
Also,
ich hab schon öfters Met gemacht und schimmel ist immer scheiße!!!
du kannst den schimmel abschöpfen, aber naja das schmeckt net so gut wie wenn alles ok wäre... außerdem kann es sein, dass dich die erwähnten krämpfe ereilen, sehr unschön
andererseits ist auf weichkäse auch schimmel und den isst du ja auch. ich würds trotzdem nicht empfehlen
Re: Met
man muss die hefe nict abtöten, es reicht wenn man den wein einige monate lagert, hefe verträgt alkoholkonzentrationen über 16% nicht, und stellt bereits bei viel geringerenKonzentrationen das Wachstum ein. Also wenn die Gärung beendet es sinkt die abgestorbene hefe auf den Boden des Ballons, dann einfach abziehen Aktion möglichst wenig mt Luft in Kontakt bringen. wieder stehen lassen, etwa 3 monate, dabei stirbt die restliche hefe ab und setzt sich ab. Danach einfach wieder abziehen undgleich in Flaschen füllen und verkorken (oder zuschrauben). wer auf Nummer sicher gehen will kann den wein auch jeweils beim abziehen mit pyrosulfit-Pulfer schwefeln, aber bitte nicht mehr als insgesammt 3g/25l, da schwefeln bei vielen leuten den berüchtigten kater danach verursacht. Ich verzichte komplett darauf und habe bisher nie Verderbnserscheinungen beobachtet. Gelager habe ich Met verkorkt schon bis zu 1,5 Jahre, dann war spätestens die letzte Flasche alle ;)
Noch ein Tip zm Schluß: Beim ansetzen einfach Honig und Wasser zu gleichen Teilen inb einem großen Topf erhitzen und zum Kochen bringen, dabei denaturieren die im Honig enthaltenen Enzyme, welche wiederum das Mikroorganismenwachstum (also auch das der Gärhefe) hemmen und so die langen Gärzeiten bewirken. So behandelte Wein st in etwa 2 Wochen durchgegren. Es empfiehlt sich auch etwas Hefenährsalz (im netz leicht zu bekommen) dazu zugeben, dadurch ist die stickstoff und Phosphatversorgung der Hefe sichergestellt und sie wächt ebenfalls besser, auch sehr für alle zu empfehlen die den Honig nicht kochen!
na dann guts gelingen ;)
Re: Met
Moin,

also, die hefe tötet man mit Kalium-pyro-sulfit ab, dass ist Schwefelpulver. Sowas bekommt man auch in der Apotheke, ist also leicht ranzukommen.
Dosierung: 1g für 10L (die können das abwiegen, also kein rumpfuschen)
Der Schwefeln bewirkt, dass die Hefe abgetötet wird und macht den Met haltbarer, z.B. gegen schimmel oder sowas. Met natürlich von der Hefe trennen.

Das oben genannte Kieselsol dient eigentlich zur Klärung des Mets, dh es sieht mehr wie der gekaufte aus, aber ist auch ganz praktisch...

MFG
Wotan
Met rules!!!
Met ist verdammt lecker, ein Versuch von mir Met, mal selbst zu machen ist leider gescheiter. War eher Hefeweizen ohne "Biergeschmack". Wer es einbischen einfacher haben will, der kann falschen Met machen einfach einen Wein, am besten einen möglichsten milden Wein, also einen ohne kräftigen, würzigen usw. Geschmack nehmen und diesen mit ordentlich Hönig drin ganz leicht aufkochen, nur anwärmen und diesen dann entweder gleich oder abgekühlt genießen. Met mit Kirschsaft ist geil und im Sommer verdammt erfrischend, schmeckt aber auch im Winter, Frühling und Herbst.      
Tote Hefe
Also ich hab ma so aus interresse machgforscht uuund die Hefe stirbt ab 27 °C Grad (also aufpassen beim reifen!!!) und Alkohol verdampft erst ab 78,32 °C.... nehmt einfach ein Thermometer und mach den Met so auf 50 °C Grad warm und fertig ist!! Fürn winter isses zimlich cool wenn man beim Warmmachen noch sowas wie kleingeschnittenen Apfel, Zimt, Nelken etc. reintut... hat dann sowas von Lebkuchen... viel Spass beim Brauen...
Ich mach da bissi was anders....
Hey Guys, wollte nur mal sagen, dass mein Met "fast" genauso gemacht wird.... allerdings habe ich ein paar Abwandlungen, die vielleicht den einen oder anderen interessieren könnten: - den Rohrzucker lasse ich völlig weg.... süsse Plörre macht Schädelweh *g* - statt dessen ersetze ich etwa ein Drittel der Flüssigkeit/Wasser mit "Naturtrüben Apfelsaft - macht das Ganze etwas fruchtiger und durch den Fruchtzucker haben die Hefeteilchen auch was zum Draufstürzen und festhalten - auf 20 Liter (in einem 25er Ballon) mache ich etwa 8-10 kg Honig - je nach Süsse und Geschmack. Es tut dem ganzen keinen Abbruch, wenn man nach vier Wochen sagt "hmm, könnte noch was süsser - Glas Honig rein" (vorher natürlich in etwas wasser/saft geschmeidig bzw. flüssig gemacht) - ich mach nen Gärstarter einen Tag vorher im Topf....... 1 Liter Wasser, 500 g Honig aufwärmen und vermischen (wie Cheffe schon sagt: NICHT KOCHEN)..... dann die Hefe rein..... und nen Tag  warten..... entweder im Topf mit Deckel im Abstellraum oder in eine Flasche gefüllt und nen Watteverschluss oben drauf (bloss nix dichtes, weil sonst der Raum aussehen könnte wie der Zeltplatz nach nem Festival *g*) - aufgekocht wird auch nach langem bei mir überhaupt gar nicht, weil (meine Meinung) alles kaputt geht, was den Geschmack ausmacht. Abseihen mit Schlauch geht gut - vorrausgesetzt man lässt den Met einfach ein paar Tage unbeachtet und vor allen Dingen ungeschüttelt stehen. Dann haben sich die Trubstoffe zumeist alle nach unten abgesetzt. Und den halben Liter kann man bei der Menge doch in den Müll verkraften (oder als neuen schwachen Anfangs-Starter für die nächste Gallone benutzen) - Mein letzter nach dieser Art gemachte Met hat zwar nicht wirklich lange gehalten, aber ich habe rein aus Versuchszwecken mal einen Liter "vergessen" und erst anderthalb Jahre später geöffnet...... (er war allerdings in einer Flasche mit Korken, weil ich Bedenken wegen Explosion aufgrund Nachgärung hatte). Ich kann nur sagen: der war sowas von HAMMERGEIL!!! So....... und nun setz ich mal den Starter an :-D Weiterhin viel Spass sagt Bille